Voices from Beyond 5/10
Bei weitem nicht so schlecht wie immer und überall behauptet wird ist Fulcis vorletzter Film ehrlich gesagt nicht. Gut man merkt dem Film jede Sekunde sein recht dürftiges Budget an, und viele Ideen sind gar unausgereift und hätte wohl mit mehr Mitteln überzeugender dargestellt werden können.
Die Darsteller sind wirklich richtig grausig, was durch die schlechte Synchro nochmals untermalt wird. Keiner der Darsteller kann ansatzweise authentisch spielen, was zunehmend die Atmosphäre negativ beeinflusst!
Von Splatter kann man hier wirklich auch fast nie reden, es wird zwar relativ früh ein Bauch aufgeschnitten und Gedärme entnommen und wer die uncut Fassung hat darf Messereinstiche in einem Kinderkörper bewundern doch den Gorehound wird das grösstenteils nicht zufrieden stellen, vorallem wenn man einen typischen Fulci mit selbstzweckhafter Gewalt erwartet.
Der Film hat auch weitesgehend mehr Krimielemente als Horrorelemente, da sich die Story darauf bezieht, das der Verstorbene, also in dem Fall der Geist oder die Stimme (oder sowas ähnliches) seine Tochter (seine einzige Liebe im Leben) darum bittet, herauszufinden, wer ihn ermordet hat.
Wenn allerdings mal Horrorelemte auftreten sind sie wie in allen italienischen Filmen mit einem wunderbaren Score unterlegen, was dem Film ein wenig Atmosphäre verleiht. Trotzalledem kommt null Spannung auf, wirklich gut in dem Film ist auch nur die Maskenarbeit der einzelnen Verwesungsprozesse des Toten, welche man nach und nach zeigt. Wer Fan von madenzerzetzten Gesichtern ist wird diese Szenen lieben :D
Erwähnendswert in dem Film sind auch die Gialloelemente, die zwar keinesfalls so verstörend und passend gemacht sind wie zb. in Argentos Werken aber dennoch dem Film nicht ganz in Richtung filmischer Schrott abdriften lassen...
Ein wenig entäuscht hatte mich der Film schon, als totaler Fulci-Fan allemal...trotzdem ist er nicht das als was er immer bezeichnet wird...
Mit besseren Darstellern, besserer Kameraarbeit und besserer Synchronisation hätte man jedenfalls viel mehr aus dem Film rausholen können.
Angucken und vergessen.