Bulga... äh, Maine: Nach dem Ableben seiner Tante Sadie, die von einem Riesen-Krokodil gefressen wurde (siehe "Lake Placid 2"), bezieht der Zoologe Nathan Bickerman gemeinsam mit Ehefrau Susan und Sohn Connor deren leerstehendes Häuschen am Black Lake. Connor findet schnell heraus, dass in dem besagten Gewässer immer noch Krokodil-Nachwuchs haust und päppelt die niedlichen Reptilien im Laufe der nächsten Jahre mit geklautem Fleisch aus dem Supermarkt zu stattlicher Größe auf. Als Nathan schließlich über ein paar übel zugerichtete Elche stolpert, erinnert er sich an die Geschichten, die man sich so über seine Tante erzählt... auch wenn Sheriff Willinger Stein und Bein schwört, dass es am Black Lake keine Krokodile mehr gibt. Dieser wird jedoch auf unsanfte Art und Weise eines Besseren belehrt, als die Reptilien mächtig Hunger schieben und an Land gekrochen kommen, um das Haus der Bickermanns zu belagern. Derweil hat sich der Student Brett einem Jagd-Ausflug unter der Führung der Einheimischen Reba angeschlossen, um nach seiner Freundin Ellie Ausschau zu halten, die gerade mit ihrer Freundin Tara und zwei notgeilen Jungs am See campiert... Im Vergleich zum zweiten Teil kommt "Lake Placid 3" mit etwas sanfter Ironie als gewollte Horror-Komödie wieder ein wenig mehr in der Tradition des 1999er-Originals daher und entwickelt dadurch trotz ähnlich dürftiger Ostblock-Produktionsbedingungen und gewohnt schlechten CGI-Effekten rund um die Auftritte der Krokodile tatsächlich wieder einen etwas höheren Unterhaltungswert. Es hilft auch ungemein, dass man hier im Gegensatz zum direkten Vorgänger mit Collin Ferguson, Yancy Butler und Michael Ironside etwas bekanntere Darsteller zur Hand hat, die einem den abgegriffenen Inhalt mit ihren routinierten Performances wieder etwas besser verkaufen und dass Regisseur Griff Furst durchaus der richtige Mann für solche Creature-Feature-Schoten ist und die Angelegenheit hier bereits inszenatorisch ebenso passabel händelt wie im Folgejahr seinen "Swamp Shark", der ebenfalls besser ist, als man es beim Blick auf den deutschen DVD-Titel "Hai Attack" vermuten würde. Die Formkurve zeigt hier also überraschenderweise wieder leicht nach oben, auch wenn "Lake Placid 3" insgesamt natürlich nicht besonders weit über das bestenfalls mittelmäßige Niveau solcher Syfy-Fernsehfilmchen vom Tierhorror-Fließband hinausragt... aber für anspruchloses Entertainment ohne große Zahnschmerzen (mal abgesehen von dem Effekte-Müll!) ist der Streifen schon zu gebrauchen. Aufgrund der Extra-Portion nackter Tatsachen empfiehlt sich hier übrigens mal wieder der Griff zur Unrated-DVD...
5/10