Review

Inhalt:
Ein Wahnsinniger vergewaltigt eifrig Frauen bevor oder nachdem oder während er sie ermordet. Als dann auch noch sein toter Psycho-Bruder aus dem Grab steigt und als Sex-Zombie mit Riesenlümmel mitmischt, kann die Sause so richtig starten. Die Rechnung haben sie allerdings ohne die zwei Brutalo-Cops gemacht, die ihnen bereits auf den Fersen sind. 


Kommentar:
Todd Tjersland und Matt Jaissle haben 1997 mit ‚The necro files‘ eine ebenso billige wie obskure Schundperle fabriziert, in der ein Untoter sich an den Lebenden verging, ehe er diese in tausend Stücke fetzte. Im Wege standen ihm dabei zwei bescheuerte Cops und ein Zombiebaby, dass von den Toten wiedererweckt wurde um als Auftragskiller Jagd auf den untoten Sex-Freak zu machen. Genug Stoff also für ein ebenso schlechtes wie geniales Trashfeuerwerk. Chapeau!
 Sechs Jahre später machen sich nun Todd Tjersland und Ron Carlos daran, eine Fortsetzung des Überraschungshits zu drehen. Gedanken über Story, Inszenierung oder Filmschnitt haben sich die beiden in der Zwischenzeit aber nicht gemacht. Ganz im Gegenteil haben sie sogar verlernt, was sie sich seinerzeit mühsam angeeignet hatten.
 ‚Necro Files 2‘ ist in jeder, wahrlich jeder Hinsicht eine einzige Katastrophe. Außer plakativer Schaulust bis in die tiefste Muschispalte ist den Machern partout nichts eingefallen. Konnte Teil 1 noch mit spaßigen Ideen, machartbedingtem Humor und dem Charme der infantilität punkten, lässt Teil 2 wirklich alles missen, repetiert aus seinem Vorgänger und bedient auf recht minderwertige Weise die Schaulust, insbesondere im Hinblick auf nackte Frauenkörper, die fast nur breitbeinig daliegend abgeschlachtet werden.
 Abschlachten ist natürlich übertrieben, mangels Ideen und Effektraffinesse beschränken sich alle Morde darauf, dass den Opfern eine Klinge statisch vor den Hals gehalten wird während der rote Theatersaft aus dem Zulaufschlauch spritzt. Das Gorefest aus Teil 1 fehlt völlig, dementsprechend auch der Charme von Fleischwurst und Hähnchenbrust, die in Hundefutter baden durften. Die Effekte sind nunmehr so uninspiriert, dass man sie problemlos morgens beim Zähneputzen nachstellen könnte. Aber wir erinnern uns, der Fokus liegt ja auf Muschis, nicht auf Splattereffekten.
 Wenn es mit neuen Ideen, mit Maske und Effekten also gar nicht klappt und wenn selbst der Humor mit dem letzten Intimhaar eines Amateur-Porno-Starlets abrasiert wurde, sollte es doch wenigstens pornografisch klappen, oder? Oder? Oder nicht? Mal sehen: Vor jeder Gewalttat Titten betatschen und Beine spreizen wirkt sehr uniform. Bei vermeintlichen Vergewaltigungsdarstellungen die Hose oben belassen wirkt auch nicht aufschlussreich. Da hat selbst der Spätsechziger-Frauenvergewaltiger-Schund ‚Die Folterranch der gequälten Frauen‘ einen besseren Eindruck hinterlassen.
 Wirklich übel wird es aber erst, wenn wir unserem Dödel-Zombie beim Kacken zusehen müssen und schlimmer noch, wenn der Zombie vor lauter Notgeilheit auf einen vermeintlichen Nazifilm wichst, in dem eine sexy Pornoschnecke in Lederchic vergast wird. Dämlicher, plakativer und peinlicher geht es nun wirklich nicht. Ach doch, die Maske unseres Sex-Zombie besteht hauptsächlich aus eingetrockneter Leberwurst, obendrauf wurden ein paar Staubsauger-Flusen als Haarbüschel angepappt. Und weil Leberwurst bröselt und Flusen rieseln, sieht der Zombie in fast jeder Szene anders aus. Einmal ist er überhaupt nicht mehr als er selbst erkennbar weil man doch prompt vergessen hat, ihm seinen charakteristischen Riesenpimmel anzupappen. Scheinbar wollten nicht einmal die Macher ausreichend Leidenschaft und Herzblut in ihr Murkswerk stecken. Plump und stümperhaft wurde da lieber ein kruder Scheiß abgedreht, augenscheinlich nur, damit ein paar pubertierende Lustmolche selbstzweckhaft die Mumus billig gecasteter Amateur-Pornosternchen abfilmen dürfen.
 Das Teil ist so erbärmlich, dass es nicht einmal für eingefleischteste Trashfans empfehlenswert ist.

Fazit:
Amateur-Müll, dessen Armseligkeit nur von der Anzahl gespreizter Frauenbeine überboten wird.      

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