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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 27.06.2012 Auch dieses Remake zieht leider wieder klar den Kürzeren, da es in regelmäßigen Abständen in den US-typischen Erklärwahn verfällt, der angesichts einer Geschichte, die vornehmlich in Bildern für sich sprechen sollte, fehl am Platz ist. Chloe Moretz ist gut, kann aber unterstützt von Make-Up, Zahnprothesen und CGI-Gehüpfe nicht den androgynen Horror der Undefiniertheit rekonstruieren, der bei der Hauptdarstellerin im Original so herausstach. Auch fehlt Reeves' Film in seinem Hochglanz die Authentizität; der Schnee wirkt nahezu wie extra eingeflogen, während er im schwedischen Film weit mehr als ein Accessoire war. Alle Stärken des Remakes sind im Grunde schon dort zu finden. Dass ein Stephen King hier von einem der besten amerikanischen Horrorfilme der letzten Jahre spricht, ist fast schon Ironie. *weitere Informationen: siehe Profil

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Es wird mir immer unbegreiflich bleiben, warum nichtamerikanische Kassenhits in den USA nicht einfach direkt veröffentlicht werden, sondern uninspiriert Szene für Szene nachgedreht werden müssen, ohne das etwas Neues hinzugefügt wird. Aus Oskar wird hier halt Owen. Und warum spielt das Ganze nun in den 80ern, etwa bloß wegen des Zauberwürfels? Zum Glück kann sich heute jeder sofort im Internet informieren und der Schwindel mit der Kopie funktioniert nur noch bedingt. Das Einzige, was das US-Plagiat ansatzweise ergänzt, sind Patriotismus, Religiösität und ein stärkeres Verlangen des Jungen nach einem Vater, na toll. Was soll das nun sein? E.T. mit einem Vampirmädchen statt mit einem Alien? Ebenfalls nur wenig nachvollziehbar ist für mich der Erfolg von Chloe Grace Moretz, die derzeit in Hollywood ähnlich heftig wie eine Jennifer Lawrence gepusht wird, egal ob sie wirklich was auf dem Kasten hat oder nicht.

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Auf den ersten Blick natürlich ein völlig überflüssiges Remake zum 2008er-Hit "So finster die Nacht" aus Schweden. Zum Glück geht das auf den zweiten Blick aber nicht so in die Hose wie beispielsweise der Millenium-Abklatsch. Dies vor allem weil sich der Zuschauer hier keinen konstruierten Blockbuster-Cast antun muss. Wesentliche Komponenten wurden beibehalten, der Film aber glücklicherweise nicht 1:1 nachgedreht, also auf jeden Fall eine eigene Note als erkennbar herausgearbeitet. Diese ist war nicht ganz so düster, wobei die nach Amerika verlagerte Atmosphäre auch eher wie in Skandinavien-geblieben wirkt, dafür mir etwas mehr Druck auf dem Gaspedal. Also wie üblich nicht so gut wie das Original, aber immer noch ein gute Kopie und um (1000...) Längen besser als der Vampirismus-ist-eine-nette-Sache-Schmarn der uns mit dem Twilight(und Konsorten)-Müll der uns gerade so vorgesetzt wird.

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