Kevin Bacon entführt mit Kompizen die Tochter eines reichen Arztes und hält sich mit dessen Frau Charlize Theron, die er bedroht in deren Wohnung auf, während Coutney Love auf den Arzt aufpasst.
Die Story ist durchschnittlich und bereits aus vielen anderen, ähnlichen Thrillern bekannt. Wendungen gibt es ein paar, manche sind gut, andere sind vorhersehbar, aber wirklich schockierend oder genial ist keine. Gut ist aber, dass die Schicksale der drei Familienmitglieder einzeln und an unterschiedlichen Orten gezeigt werden.
Erstens wäre da Ehefrau Charlize Theron, die zu Hause von Kevin Bacon bedroht wird. Er will mit ihr schlafen und hat neben dem Geld auch noch andere Motive für die Tat. Die Geschichte wird zum Ende hin sehr spannend, da Bacon mehr und mehr droht, auszurasten und sie zu töten.
Zweitens wird die Tochter in einer Hütte im Wald festgehalten. Ihr Aufpasser scheint sie zu mögen und hat auch am Ende Skrupel davor sie zu töten, obwohl dies Bacons Auftrag ist. Er ist sehr gutmütig und rettet der, unter Asthma leidenden Tochter das Leben. Am Ende lässt er sie absichtlich entkommen, hat aber nicht den Mutm sich Bacon direkt zu stellen. Er ist ein gutmütiger Feigling.
Drittens wird der Vater von Bacons Freundin in einem Hotel festgehalten. Der intelligente Arzt gewinnt die Oberhand und kann sie sogar erpressen. Am Ende stellt sie sich sogar gegen ihren sadistischen und brutalen Freund.
Die Geschichten sind gut miteinander verwoben und können so Spannung aufbauen, da 3 Menschen an 3 unterschiedlichen Orten entkommmen müssen. Vor allem der unberechenbare und brutale Bacon kann diese Spannung stark erhöhen.
Zum Ende hin wird dann klar, dass Bacon von Anfang an vorhatte, das Kind zu töten oder zu behalten. Als dies ans Tageslicht kommt, kann die Spannung noch einmal gesteigert werden. Das furiose und action-reiche Finale ist gut, da sich die Ereignisse förmlich überschlagen und der Film würdig beendet wird.
Tiefe hat der Thriller kaum. Bacon will die Tochter haben, da sein eigenes Kind im Krankenhaus, in dem der entführte Arzt arbeitet, gestorben ist und er sich rächen will. Die Charaktere bleiben relativ blass und sind eindimensional konstruiert. Immerhin macht dies den Film überschauber und sorgt für gute, wenn auch niveaulose Unterhaltung.
Nun zum besten am Film: Kevin Bacon spielt hervorragend. Er verkörpert den Bösewicht wie in "Sleepers" oder "am wilden Fluss" sehr gut und trägt damit maßgeblich zur Spannung bei. Auch Oscar-Preisträgerin Charlize Theron kann brillieren. Dakota Fanning beweist einmal mehr, dass sie zu den aussichtsreichsten Nachwuchs-Darstellern in Hollywood gehört. Auch die anderen Nebendarsteller sind gut.
Zusammenfassend ist "24 Stunden Angst" ein spannender Thriller, der über weite Strecken gut unterhält, leider eine durchschnittliche Handlung hat und durch gute Darsteller, allen voran Kevin Bacon, glänzen kann.