kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 12.02.2012
Während "Kick-Ass" in seinem postmodernen Mantel stecken bleibt (und da zugegeben alles rausholt, was möglich ist), schürft "Super" Ebenen frei, an die bei "Kick-Ass" nicht mal ansatzweise gedacht wird. Ein fast schon kathartischer Film, der des öfteren satirisch beginnt, um die Gewalt derart ausarten zu lassen, dass einem das Lachen noch im Mund zur verzerrten Grimasse gefriert. Indem die Macher den Superhelden zwischen Tragikomik und Wahnsinn pendeln lassen und seine sympathische Seite dadurch arg in Zweifel ziehen (liebenswerte Schrulligkeit wird von psychisch einfach nur krankem Verhalten verdrängt), gelingt es ihnen, dass man über die Perversion, die das Leben manchmal mit sich zieht, voller Ernst nachdenkt. Ganz ohne diese unernste Maske der Superheldensatire.
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