Mit "Frankenstein" aus dem Jahre 1931, nach einer Romanvorlage vom Mary Shelley, schuf Regisseur James Whale, nicht nur einen der besten Horrorklassiker der Universal Studios, sondern die wohl mit beste Frankenstein Verfilmmung überhaupt. Auch heute, nach über 80 Jahren, hat der Streifen für mich nichts an Faszination eingebüßt. Die zugegeben recht einfach gestrickte Geschichte, gleicht dies durch eine stimmungsvolle und recht dichte Atmosphäre wieder aus. Ob es die gelungene Anfangssequenz auf dem Freidhof ist oder der Turm wo Frankenstein in seinem Labor, seine Experimente nachgeht, einfach eine großartige Atmosphäre die diese Szenen bieten. Dazu die großartigen Bauten und Kulissen. Ganz großes Kino, was auf die Zuschauer von damals schon beeindruckend gewirkt haben muss. Aber auch die fantastisch agierenden Darsteller, verhelfen den Film zu einem großen Klassiker des Horrorfilms. Allem voran der beeindruckende Boris Karloff als das Monster. Wie er sich schon bewegt und die Gestik und Mimik in seinem Spiel, ist schon einzigartig. Dazu kommt noch die sehr gute Maske. Einfach nur klasse. Aber auch Colin Clive als Baron Frankenstein hinterläßt einen bleibenden Eindruck bei mir, genauso wie Dwight Frye als Frankensteins Helfer Fritz. Dwight Frye hat mich ja auch schon in Dracula mit Bela Lugosi begeistert, dort spielte er ja den Makler Renfield, der ja im Laufe des Films verrückt wurde. Hier spielt er grandios den buckeligen Helfer des Barons, der Freude dabei hat das Monster mit einer Feuerfakel oder der Peitsche zu quälen. Mir macht es immer wieder Spaß, diesen Meilenstein des Horrorfilms anzuschauen und deswegen kann ich ihn nur jedem empfehlen, in sich mal anzusehen.