Review

Inhalt:
Dr. Henry Frankenstein (Colin Clive) ist von der Idee besessen, Leben zu schaffen. Hierzu sammelt er von Leichen Körperteile und setzt sie zu einem neuen Wesen (Boris Karloff) zusammen. Durch ein Missgeschick liefert sein Assistent Fritz (Dwight Frye) anstatt eines normalen Gehirns ein "unnormales" und als es schließlich gelingt, das Wesen zu neuem Leben zu erwecken, gerät das Experiment außer Kontrolle.


Kritik:
Frankensteins Monster ist wohl eines der bekanntesten Filmmonster aller Zeiten, was vor allem der markanten und selbst für heutige Verhältnisse durchweg gelungenen Maske zu verdanken ist.
Boris Karloff ist die Rolle dieses Wesens wie auf den Leib geschrieben und es ist fraglich, was aus dem Film geworden wäre, wenn tatsächlich, wie zuerst auf Grund des Erfolges seiner Verkörperung Draculas vorgesehen war, Bela Lugosi die Rolle übernommen hätte.
Aber auch die anderen Schauspieler liefern gute Leistungen ab. Vor allem der in Wahnsinn verfallende Colin Clive ist hervorzuheben.

Die Story vom Wissenschaftler, der Gott spielen will und dadurch Unglück auslöst, wurde (gerade im Horrorfilmbereich) immer wieder aufgegriffen oder neuinterpretiert. Hier ist sie nun in ihrer Urform.

Das Monster an sich ist nicht der Unsympatische, denn es führt eigentlich nichts Böses im Schilde. Es sind die Umstände und seine Unbeholfenheit, die es zur Gefahr für andere macht.
So wird es beispielsweise von Frankensteins Assistenten Fritz (Dwight Frye, der auch schon Draculas Gehilfen Renfield verkörperte) gequält, was dieser am Ende mit seinem Leben bezahlt.
Oder die Szene mit dem Mädchen, welches sich mit ihm anfreundet. Beide spielen an einem See und das Mädchen wirft Blumen in das Gewässer, um dem Monster zu zeigen, wie diese schwimmen. Frankensteins Geschöpf möchte dann das Mädchen auch schwimmen lassen und wirft sie in den See, was unglücklich für sie endet, da sie nicht schwimmen kann. Das Monster erschrickt und läuft davon.
Daher finde ich auch die Idee mit dem Einsetzen einen unnormalen Gehirns nicht gut, da das Monster in seinem inneren ein herzensguter "Mensch" ist und nicht von sich aus böse ist.

Die Schauplätze, an denen der Film spielt, sind recht einfach aber absolut überzeugend. Besonders gelungen sind Frankensteins Labor in einem Wachturm und die Windmühle am tragischen Schluss des Streifens.

Natürlich wird sich heute niemand mehr beim Betrachten des Films gruseln oder fürchten, aber zweifelsohne hat James Whale mit "Frankenstein" ein Meisterwerk des Horrorgenres geschaffen.

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