,,Cyborg Cop“ – zusammen mit diesem Titel habe ich immer noch „American Fighter“, ,,Cyborg“ und starke Zensierungen im Kopf. ,,Cyborg“ wohl deshalb, weil in ,,Cyborg Cop“ auch das Wort Cyborg vorkommt und ,,American Fighter“, weil dieser Film ebenfalls von Regisseur Sam Firstenberg ist (,,Operation Delta Force“ 1997).
Die Story in Kurzfassung: Ein irrer Drogenhändler wandelt auf einer Karibikinsel Menschen in tödliche Killercyborgs um. In der Offensive einer Spezialeinheit auf der Insel gibt es nur einen Überlebenden – und zwar Philipp, der Bruder des DEA-Agenten Jack. Philipp wird ebenfalls in einen Killercyborg umgewandelt, doch Jack ist schon auf dem Weg.........
Die Story ist natürlich nur Massenware und auf üblichem B-Film-Niveau. Mehr soll ,,Cyborg Cop“ ja aber auch gar nicht sein. Mir hat der Film schon ziemlich gut gefallen, denn positiv herausstechen tut vor allem die Gewalt. Es gibt zwei große Schießereien, und zwar zu Beginn des Films und dann eben der Showdown. Und beim Showdown geht es richtig ab, da macht David Bradley Arnie aus „Phantom Kommando“ Konkurrenz. Denn der Bodycount ist dort sehr hoch gehalten und es geht auch recht blutig zu. Von einigen wird der Film hier fast schon als Splattermovie betrachtet, aber soweit sind wir noch längst nicht ^^. Bis auf einige blutige Erschießungen gibt es lediglich zwei Splatterszenen. Und zwar wie Philipp fast die Hand komplett abgehackt wird und dann noch wie der Cyborg bei einer Demonstration dem Typen die Faust durch den Kopf schlägt. Beides sehr schön anzusehen. Die Pyrotechniker haben hier auch einiges fürs Auge gezaubert, vor allem am Anfang und am Ende gibt es massig Explosionen. Bei diesen Passagen dürften Actionfans wohl vollkommend zufrieden sein.
Wie gesagt lässt sich der Film dort mit Filmen wie „Phantom Kommando“ oder „Rambo 2“ vergleichen. Im Mittelteil wird das Tempo nur leider etwas zu weit runter gebremst, da hier weder Gewalt noch Action zu sehen ist. Doch das macht der flotte Showdown wieder wett. Insgesamt geht die Indizierung und die JK-Freigabe natürlich in Ordnung.
Mit Todd Jensen und David Bradley sind ja auch zwei routinierte Actiondarsteller der NU-Image-Schmiede am Start, die ihre Sache recht gut machen. Insgesamt ist „Cyborg Cop“ als besserer Film dieser Produktionsfirma zu sehen und hebt sich etwas aus dem Durchschnitt heraus. Der Handlungsverlauf des Films hebt sich aber leider nicht vom Einheitsbrei ähnlicher Actionfilme ab. Der Held des Films kommt wieder ins Krisengebiet, hat zunächst Ärger mit den heimischen Behörden, aber macht weiterhin auf Selbstjustiz, bis er den Bösewicht aus dem Weg geräumt hat. Verfolgungsjagden kommen hier übrigens auch nicht zu kurz.
Fazit: Toller Actionfilm, den man sich bedenkenlos in die DVD-Sammlung stellen kann. Vor allem der Showdown ist sehenswert, wenn es mal wieder heißt „Einer gegen alle“.
Knappe 9 Punkte für diesen Film.