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Jack Ryan erhält von seinem Bruder Phillip, der sich auf der Karibikinsel St. Keith aufhält, einen mysteriösen Hilferuf. Entgegen aller Warnungen entschließt er sich, seinem Bruder zu Hilfe zu kommen. Was er nicht weiß: Sein Bruder wurde zum Objekt des wahnsinnigen Wissenschaftlers Kessel, der Menschen in High-Tech-Cyborgs, die auf Kommando töten, umwandelt. Für Jack beginnt ein gnadenloser Kampf gegen die Cyborgs.

Schauen wir doch mal was Actionroutinier Sam Firstenberg mit den üblichen Taschengeld Budgets von Nu Image so zustande bringt. Zumindest in Sachen Shootouts, Schlägereien und haufenweise Explosionen ist der Junge eine Bank. Die Action ufert dabei zwar nicht aus, aber grad die beiden Konfrontationen zu Beginn, als die Eingreiftruppe zerstückelt wird, und im Showdown, als der große Held Kessels Privatarmee zu Dschungeldünger verarbeitet, sehen sehr gut aus, es wird blutig gestorben, die Pyrotechniker jagen alles in die Luft was sie finden konnten und David Bradley haut jedem eins vor den Kopp der auch nur vage nach Bösewicht aussieht.
Sobald die Kawumm Abteilung aber mal Pause macht und der Film sich auf Dialoge und Charaktere konzentrieren muß, sieht die Sache wieder ganz anders aus. Das beginnt schon bei den Hauptdarstellern, David Bradley ist zwar ein annehmbarer Kämpfer, aber das Charisma einen Film in der Hauptrolle anzuführen fehlt ihm doch deutlich, im Vergleich zu Dudikoff oder Seagal. Das er nicht der größte Schauspieler ist nehm ich ihm gar nicht mal übel (sind die vorher genannten ja auch nicht), aber ihm fehlt das gewisse etwas, um in die Liga der Van Dammes und Lundgrens aufzusteigen.
Richtig übel wirds allerdings bei Alonna Shaw, der ich hiermit jegliches Talent abspreche. Abgesehen davon ist ihre Reporter Figur wirklich einfach nur nervig, überflüssig ist  wird sie noch nicht mal durch einen Querschläger von ihrem mimischen Leid erlöst. Auch John Rhys-Davies nahm die Rolle wohl nicht allzu ernst, aber ein schamlos overactender Gimli mit eigenem Cyborg-Zauberkasten im Hinterzimmer macht immer noch zehnmal mehr Laune als der Rest.
Die Cyborgs selber machen einen eher traurigen EIndruck und sehen zu keinem Zeitpunkt aus wie technisch modifizierte Hybridlebewesen, die sie ja sein sollen. Ein bißchen auf bleich geschminkt im Gesicht und bemalte Pappe oder Platick an den Extremitäten sehen weder echt noch überzeugend aus. Das Endergebnis ist dann ein relativ zügig ablaufender Streifen, der sich nicht zu viele Auszeiten gönnt, aber auch im B-Action Genre eher Durchschnitt bedeutet, hier hätte ein wenig mehr sinnlose Gewalt sicher geholfen.
5,5/10

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