Alles muss raus(2010)
Jeder halbwegs bekannte US Komiker macht es irgendwann. Einen ernsthafteren Film. Ben Stiller hat es getan(Greenberg), Bull Murray sowie so(Lost in Translation, Broken Flowers) und auch Adam Sandler kann man ein gewisses Händchen für gutes Schauspielkino nicht absprechen(Wie das Leben so spielt, Die Liebe in mir). Jim Carrey hat mit seinen melancholischen Darbietungen gar einen der größten Klassiker der 00er geschaffen(Vergiss mein nicht). Ashton Kutcher fehlt hier zwar, der sollte solche Arbeiten aber doch lieber lassen.
Ein ähnlicher Fall wie Kutcher wäre da Will Farrell, dessen oft schmerzhaften Darstellungen nur noch von dessen Mark erschütternden Synchros hierzulande übertroffen werden.
Aber siehe da...auch Ferrell schleicht sich auf wunderbare ruhige Art in den Club der oben genannten. Ein leises Mimik betontes Spiel in einem sonnig inszenierten Selbstfindungsdrama, das mehr mehr wie ein verschrobener (Alp)Traum daherkommt als ein völlig realistisches Abziehbild.
Wer Filme wie Greenberg, Garden State(noch so einer) oder auch Wie das Leben so spielt mag, wird hier veröhnlich mit Ferrell. Wer ihn aber lieber als VOLL FRONTAL RAMPENSAU mag, könnte mit dem sehr gediegenen Drama seine Probleme bekommen.
Vielleicht wirds ja irgendwann doch was mit dem Kutcher.
8/10