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Das ist ein gelungener Mix aus Found Footage und konventioneller Third Person Kameraführung mit einigen unglaublich intensiven Szenen und gut eingebundener Action. Täter und Opfer werden gleichermaßen glaubwürdig dargestellt: Die mexikanischen Flüchtlinge sind hier Menschen mit Schicksalen und Hoffnungen, ihre fanatischen Peiniger mit ihrem Mini-KZ offenbaren uns das hässliche Gesicht des oftmals übersteigerten US-Patriotismus. Besonders Peter Stormare als Obernazi liefert eine beängstigend starke Vorstellung ab und hat eine immense Präsenz, obwohl er durch den netzartigen Sack auf seinem Kopf seiner Mimik beraubt wurde und nur noch mit Stimme und Gestik arbeiten kann. Trotz Hang zum Horror wird mit dem brisanten Thema konsequent ernsthaft umgegangen.