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In einem Drogeriemarkt kommt es zu einem fatalen Mordanschlag im Gangstermilieu. Das Ziel, Henry Soames (Dean Hallo), Chef eines Bus-Imperiums, überlebt mit Glück, all seine Männer sterben im Kugelhagel des maskierten Yakuza-Killers. Und auch der sechsjährige Sohn von Gina Hayes (Virginia Madsen) bekommt eine Kugel ab & überlebt die schwere Verletzung nicht. Für Gina bricht eine Welt zusammen. Fortan lebt sie nur noch für die Rache. Ihr einziger Anhaltspunkt: Das auffällige Tattoo eines blauen Tigers im Brustbereich des unbekannten Killers.

Smith: "Ever heard of the Yakuza? If you ever meet one, go the other way." Gina Hayes: "I'm afraid that's a little too late for me, Mr. Smith."

Ein harter, straff & kraftvoll inszenierter B-Reißer, der mit seinem kühlen Look & so manchen coolen Neon-Nachtszenen nicht nur gut aussieht, sondern auch dank Virginia Madsens eindringlichem Spiel auf emotionaler Ebene überzeugen kann. Der Tod des Kleinen & Ginas folgender Zusammenbruch ist richtig aufwühlend geraten. Gut, mit Realismus punktet der Streifen von Norberto Barba nicht wirklich, doch darüber sehe ich gerne hinweg, weil der Rest des mit vielen brutalen (& einigen wenigen zärtlichen) Momenten gespickten Films einfach passt.

Harry Dean Stanton spielt den Tätowierer Smith, der Gina die fernöstliche Legende vom blauen & vom roten Tiger erzählt, deren Schicksale auf spezielle Weise verknüpft sind (weshalb sich Gina von ihm kurzerhand den roten Tiger stechen lässt). Der weitere Verlauf ist absehbar, die finale Konfrontation ist eine Wucht & danach ist nichts wieder gut. Wie könnte es auch?

7,5/10

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