Dieser Film läutete in Deutschland 1981 die gut 6 Jahre dauernde Welle
von Adriano-Celentano-Komödien ein. SABATO, DOMENICA E VENERDÍ ist
eines jener typischen Episodenfilmchen, die mit nackten Hintern von der
Dürftigkeit der Handlung ablenken und sich dabei schlussendlich doch
nur um die Frage drehen, wer wann wen heiratet. Dabei fällt im
Nachhinein auf, dass Adriano Celentano ein Solitär des europäischen
Unterhaltungskinos war, da dessen Filme allein um die Liebe kreisten
(Hill/Spencer, Belmondo, Delon mussten sich in den späten siebziger und
frühen achtziger Jahren für vergleichbare Publikumserfolge durch
wesentlich höher budgetierte Abenteuer- und Action-Krimis kämpfen, in
denen Frauen nur Dekoration waren). EIN TOTAL VERSAUTES WOCHENENDE ist
so gesehen die Quintessenz der italienischen Sexkomödie mit
Komödianten, Brüsten, Hintern, Eifersüchteleien und ein paar
Verfolgungsjagden. Die erste Episode um einen Büroangestellten (Lino
Banfi), der eine japanische Ingenieurin (Edwige Fenech) übers
Wochenende betreuen muss, artet zum Ende hin in eine wüste Schlägerei
aus und ist nur leidlich unterhaltsam. Eindeutig besser ist der
Auftritt von Michele Placido, der als übermüdeter Lastwagenfahrer eine
verzweifelte Nachbarin (Barbara Bouchet) vor dem Selbstmord
rettet und sich kurzerhand vor deren Eltern als Ehegatte ausgibt.
Adriano Celentano gibt in der letzten Episode den Chef einer
Revuetanzgruppe und muss sein bestes Mädchen (Lova Moor) aus den Klauen
eines Mafiabosses befreien, um es wieder auf die Bühne zu bekommen. Der
Film endet mit einer freizügigen Revuenummer aus dem Pariser "Crazy
Horse". In der deutschen Fassung von Schier Film lief der Film 111
Minuten (im Kino frei ab 12 Jahren, auf DVD merkwürdigerweise ab 16
Jahren), die italienische Fassung dauerte mit aufwendigem Vor- und
Abspann rund 7 Minuten länger.