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Mit " Pitch Black " inszenierte Regisseur und Drehbuchautor David Twohy (The Arrival, Below) seinen dritten Film, welcher bis jetzt gleichzeitig seine beste Regiearbeit darstellt. Die Fortsetzung, in der es nur um den Hauptcharakter Riddick geht, folgte knappe vier Jahre später. Vor allem für Hauptdarsteller Vin Diesel war dieser Film ausschlaggebend. Schon zuvor in " Der Soldat James Ryan " wurde sein Talent entdeckt, doch durch Twohy wurde Diesel weltberühmt und kam auch zu " The Fast and the Furious " und " Triple X ". Heute ist er dick im Geschäft und erhält vielleicht die Hauptrolle in der Verfilmung des Computerspiels " Hitman - Codename 47 ".
David Twohy hat zuvor schon ettliche Drehbücher geschrieben und fast schon in allen Position am Film mitgearbeitet. Mit seinen beiden Vorgängerfilmen konnte er keine Erfolge erziehlen, doch mit " Pitch Black " machte er sich einen Namen. Leider war die Fortsetzung nicht das Gelbe vom Ei, aber was Twohy hier aus dem fast B-artigen Budget herauszaubert, ist schon eine Kunst für sich.
Story:
Durch einen großen Meteoritenschwarm wird ein Raumschiff unter der Führung von Captain Fry (Radha Mitchell) vom Kurs abgebracht und muss auf einem einsamen Planeten notlanden. An Bord ist auch der Mörder Richard Riddick (Vin Diesel), der vom Kopfgeldjäger Johns (Cole Hauser) gefangen wurde. Die ganze Besatzung fürchtet sich vor Riddick, doch auf dem seltsamen Planeten gibt es eine weitaus größere Gefahr. Man findet kurz darauf eine verlassene Forschungsstation und es bahnt sich eine Sonnenfinsternis an. Erst als Dunkelheit herrscht, erkennt die Besatzung die wahre Gefahr, nämlich lichtempfindliche Flugmonster, die die Gruppe bald drastisch dezimieren. Nun liegt die ganze Hoffnung auf Riddick, da nur er in der Dunkelheit sehen kann.

Eigentlich kann man Twohy hier nur vorwerfen, dass er sich doch stark ans große Vorbild " Alien " hält. Hier hat er auch größtenteils das Aussehen seiner Monster geklaut, mit dem Unterschied, dass die Viecher etwas kleiner sind und fliegen können. Und es gibt Hunderte von diesen Monstern, die ihre Opfer innerhalb von wenigen Sekunden töten. Aber man muss sich erst eine knappe Stunde gedulden, bis Twohy den großen Otto losmacht, vorher werden uns die unterschiedlichsten Charaktere, wie den agressiven Kopfgeldjäger Johns, die starke Pilotin Fry, den Antiquitätenhändler, die Gruppe von Moslems und vor allem die Hauptattraktion des Films, nämlich Riddick, vorgestellt. Er trägt den größten Part des Films und ist trotz seiner Verbrechen der Sympathieträger für den Zuschauer. Da die Gruppe so unterschiedlich ist, gibt es öfter Streitereien, bis das große Sterben losgeht. Außerdem liegt Riddick im Clinch mit Kopfgeldjäger Johns, was auch noch für einige actionreiche Momente sorgt. Ansonsten baut Twohy eine schnörkellose Spannung auf. Selbst für den Kenner dürften hier einige sehr unheimliche Szenen vorhanden sein und der Rest kann sich schön zu Tode gruseln. Nur hätte man bei den Morden etwas mehr zeigen dürfen. Meist werden die Opfer im Dunkeln getötet, für uns kaum sichtbar, oder durch eine verharmloste Perspektive. Nur selten lässt Twohy mal den roten Saft fließen, zum Beispiel als der Kopfgeldjäger den Kopf abgebissen bekommt. Aber bei so viel Action und Spannung fallen die zu sanften Morde gar nicht mehr ins Gewicht. Die Inszenierung kommt zudem völlig ohne Längen aus, ständig passiert irgendetwas, wobei vor allem die letzte Dreiviertelstunde fast Non Stop Action bietet.
Dabei ist die Story nicht gerade sonderlich originell, oder strotzt vor Innovation, dafür wird man mit einer brillanten Optik überrascht. Zugegeben, manchmal könnte das Bild durchaus heller sein, aber wie Twohy hier mit den Perspektiven oder Farbfiltern spielt, das macht ihm Niemand so schnell nach. Dadurch wird die Spannung immens erhöht und die eh schon triste Kulisse kommt noch unheimlicher zur Geltung. Auch die Laute, welche von den Flugmonstern ausgestoßen werden, lassen einem einen kalten Schauder über den Rücken wandern. Nur hier und da ist ein CGI Effekt zu offensichtlich. Man sieht sofort, dass große Teile mit Hilfe des Computers entstanden sind, besonders ganz am Anfang als das Raumschiff abstürzt. Doch am Rest gibt es nichts zu meckern.
Vin Diesel spielt hier alle gnadenlos an die Wand. Er verzichtet zwar größtenteils auf Mimik und Gestik, aber seine Verkörperung des rauhen, brutalen, aber im Herzen doch guten Riddicks ist klasse. Dazu muss man auch mal die deutsche Synchro loben, die man nicht hätte besser machen können. Cole Hauser gibt bestens das Arschloch der Gruppe und auch die recht unbekannte Radha Mitchell macht einen tollen Job. Ansonsten dürfte Keith David noch Vielen ein Begriff sein.

Fazit:
Es wird zwar offensichtlich von " Alien " geklaut, doch Regisseur David Twohy besticht mit einer tollen Optik und einigen netten Einfällen. Die Story gab es zwar schon öfters, aber die Umsetzung ist mehr als gelungen. Dazu hat er sich die richtigen Darsteller ausgesucht, ganz besonders Vin Diesel, der hiermit seinen Durchbruch feierte. Spannung ist für den Film absolut kein Fremdwort, genauso wie die Action. Bei den Morden hätte man noch wesentlich rabiater vom Leder ziehen können, aber das sind nur kleine Kritikpunkte, denn " Pitch Black " ist Twohy nun mal super gelungen.

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