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Riddick ist wohl einer der coolsten und unheimlichsten Charaktere der Filmgeschichte!

Ein Weltraumfrachter gerät plötzlich in einen Meteoritenhagel, der eine Bruchlandung auf dem nächstgelegenen ungastlichen Planeten zur Folge hat. Unter den überlebenden Passagieren befindet sich der eiskalte und verurteilte Killer Riddick (Vin Diesel), den der Polizist Johns (Cole Hauser) zum nächsten Gefängnis überführen wollte. Der konnte sich allerdings nach dem Aufprall aus dem zerfetzten Raumgleiter befreien und fliehen. Bald müssen die Gestrandeten feststellen, dass Riddick nicht das gefährlichste Lebewesen ist, mit dem sie sich den staubigen, von drei Sonnen erhellten Felsbrocken teilen müssen. Auf der prekären Suche nach Fluchtmöglichkeiten gehen dem bunt zusammengewürfelten Haufen Überlebender so letztlich die Alternativen aus. Man arrangiert sich mit dem unberechenbaren Mörder und unterwirft sich dem unbequemen Los einer Zweckgemeinschaft. Als die toughe Anführerin Carolyn (Radha Mitchell) in einem scheinbar verlassenen Forschercamp eine verhängnisvolle Entdeckung macht, entwickelt sich die sichere Flucht zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Eine Niederlage hätte fatale Konsequenzen...

Die Geschichte klingt vielversprechend und lässt auf immense Spannung hoffen. Hierbei ist es nicht mal nachteilig, dass sie voll und ganz auf Riddick und seinen Charakter zugeschnitten wurde. Erst dadurch ist es Vin Diesel möglich, sich auszutoben und die Rolle mit Lust und Leidenschaft zu verkörpern.

Natürlich ist es nichts Neues, dass gerade Science-fiction-Filme bei solch einer Geschichte gerne mal Ungereimtheiten auftischen. Mir stellten sich vor allem diese Fragen: Warum soll Riddick ausgerechnet in das scheinbar am weitesten entfernte Gefängnis gebracht werden? Warum wird ein Mörder in einem Weltraumfrachter transportiert, wo auch noch Kinder und ein mysteriöser Priester, dessen Rolle mir noch immer fragwürdig ist, mit an Bord sind?

Auch weitere total bescheuerte Tatsachen können das Filmvergnügen nicht schmälern: Aus welchem Grund kommen die Überlebenden erst kurz vor der vollkommenen Finsternis auf die Idee ihr Raumschiff, welches logischerweise noch fast komplett intakt ist (nach einem Absturz), mit neuen Energiezellen auszustatten? Und warum sollten sie ausgerechnet auf diesem unbekannten und toten Planeten fündig werden?

Leider wird der Zuschauer niemals über diese „Logiklöcher“ aufgeklärt und kann so nur mutmaßen oder sie einfach komplett ausblenden. Glücklicherweise ist die Aufklärung dieser Lücken auch nicht vonnöten, um den Film genießen zu können.

Die gelb- grünstichige Optik, die den Planeten zu Beginn noch befremdlicher wirken lässt, weiß zu gefallen, aber auch die Sequenzen, als sich die Überlebenden, nur mit blauen Neonleuchten ausgestattet, den Weg zum Raumschiff bahnen, sind definitiv hervorzuheben, da sie eine immense Spannung aufbauen. Es sind immer nur Umrisse der Wesen, die in der Dunkelheit um sie herum lauern, zu sehen – und so überlässt der Film den Zuschauer seiner eigenen Fantasie.

„Pitch Black“ ist ein kleiner, aber sehr spannender Science-fiction-Horrorfilm, der vor allem durch seine tolle Optik und einen super aufgelegten Vin Diesel, der in seiner Rolle voll und ganz aufgeht, punktet - und sogar eine Fortsetzung nach sich zog.

8/10

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