Michael Effenberger: Der neue Star am Zombiehimmel
Puh, was für ein Film. Sowas habe ich seit Lucio Fulci nicht mehr gesehen: Zombies die einem echt Angst machen können in einer wunderschönen Umgebung, die sich bei Nacht in eine Alptraumlandschaft verwandeln kann. War das Spanien? Oder Italen? Ich weiß es nicht. Egal.
Daß dies ein deutscher Film ist, erkennt man eigentlich nur daran, daß er in Frankfurt beginnt. Das war vielleicht der einzige Fehler, daß man ihn hat nicht in Rom oder einer anderen italienischen (oder auch spanischen) Stadt beginnen ließ. Denn viele Menschen, die ich kenne, haben grundsätzlich etwas gegen deutsche Filme und schalten auch sofort ab, wenn sie nur sowas wie Frankfurt oder Berlin nur lesen.
Doch kaum auf der Insel bekommt der Film den typisch italienischen Touch wie Woodoo - Schreckensinsel der Zombies oder auch Zombies unter Kannibalen (obwohl er vielleicht doch in Spanien spielt). Die Zombie-Masken sind erschreckend realistisch, als hätte man wirklich die Toten aufstehen lassen, der Splatter wirkt unglaublich gut gemacht und auch die Atmosphäre passt wie die Faust aufs Zombieauge.
Die Story um die beiden Schwestern, die den Tod ihres Daddys ertagen müssen, was für die beiden schon Horror genung ist, ist perfekt ausgeklügelt und gut eingesetzt worden. Die Schauspielerinnen sind sehr gut gewählt, und nicht nur die der beiden Schwestern, sondern die, die die Tante und das schwarze Voodoo-Mädchen verkörpern. Der Junge, der in der Story auftaucht ist sehr sympathisch und passt gut rein. Schade nur, daß er so früh in die ewigen Jagdgründe eingeht. Von ihm hätte ich mehr erwartet, als dass er nur als gewöhnliches Zombiefutter endet. Aber über solche Kleinigkeiten kann man hinwegsehen.
Danke, Herr Effenberger, für diesen Film und ich erwarte von Ihnen noch weitere Filme dieser Art, auf dass meine Sammlung wachse. Bin schon gespannt...