Review

(Spoiler)


Als der kleine 13 jährige Mike eines Tages einen hühnenhaften Leichenbestatter dabei beobachtet, wie dieser einen Sarg alleine trägt, ahnt er böses. Als er dann nachts von einem zwergenhaften, grunzenden Wesen über den Friedhof gejagt wird, weiss er, dass sich oben im Mausoleum etwas seltsames abspielt.

Gut, die Story rund um den ausserirdischen Leichenbestatter, der aus den Toten zwergenhafte Sklaven macht um diese auf seinem Planeten arbeiten zu lassen klingt ersteinmal nach grossartigem Humbug, ist aber im Nachhinein unwichtig, da man im Verlauf des Filmes nur gemilde darüber aufgeklärt wird und sich stetig fragt mit was man es hier eigentlich zu tun hat. Es stellte mir oftmals die Frage, was ich denn nun von diesem Film halten sollte. Erschliesst sich mir dies gezeigte als unglaubwüridger Schwachsinn oder ist dies alles mit seinen audiovisuellen und morbide wirkenden Stimmungsbildern gar so phantastisch und beklemmend, dass sich man sich total ungewiss in den Bann ziehen lässt. Und tatsächlich ist es so, man wird zunehmend mit der unheilvollen, unerklärlichen Bedrohung verunsichert, auch wenn sich einem der Sinn dahinter nie wirklich erschliessen lässt. Coscarelli bewältigt hier die grosse Kunst eine, durch seine Bilder und Kameraeinstellungen, grossartige und spannungsvolle Atmosphäre aufzubauen, die einen, wie beispielsweise wie in SUSPIRIA und PHENOMENA verstört wirken lässt. Und vor beiden erwähnten Kunstwerken braucht sich dieser, spürbar amerikanische Schocker in all seiner alptraumhaften Macht, nicht zu verstecken. Oftmals erinnert der Score des Filmes an grosse Filme wie Suspiria, Phenomena oder auch The Beyond. In all seiner Pompösheit und Eindringlichkeit, weiss er seine Wirkung nicht zu verfehlen und verbindet sich excellent mit den harschen und dramaturgischen Tempiwechseln der surrealen Bilder und Szenen. Die wenigen Goreeffekte reihen sich wunderbar zu der ohnehin traumhaften und unglaubwürdigen Szenerie ein, wenn auch deren Nichtexistenz, wenig ausgemacht hätten.

Fazit:
Ein Film, der einen ähnlich wie in SUSPIRIA oder PHENOMENA in den Bann zieht. Ein Film, der zwar zuerst unfassbar banal aussehen mag und sich das ganze einem als unfassbarer Quatsch auftut, so vermögen es die alptraumhaften Bilder, dieses Unerklärliche, der Score und all seinen effizienten Tricks, eine Atmosphäre aufzubauen, die man so schnell nicht vergisst.
Das Ende erweist sich dann ohnehin als purer Horror und reisst alles zuvorgeschehende wieder um.

8,5/10 mit der Tendenz nach oben.

Für Freunde kunstvoller und (alp)traumhafter Filme eine Empfehlung.

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