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Was für eine Horrorvorstellung! Da wird ein kleiner Junge in einem Labor gezeugt und ihm wird, anstatt eines Gehirns, ein Chip in den Kopf gepflanzt, mit dem Ziel, aus ihm einen superintelligenten Soldaten zu machen. Doch was passiert, wenn dieser Junge plötzlich in eine ganz normale Familie kommt? Regisseur Simon Wincer und Kinderstar Barret Oliver, erzählen es uns, in diesem, leider recht unbekannten, familienfreundlichen Sci-Fi-Abenteuer von 1985!

"D.A.R.Y.L" bietet in Sachen Story eine nette Mischung aus spannendem Sci-Fi und genauso packendem wie liebenswertem Familienfilm. Die erste Filmhälfte erzählt von Daryls Aufwachsen im Familienidyll und seinen absolut fabelhaften Fähigkeiten, Dinge zu lernen und zu begreifen. Er verblüfft seine Eltern mit immer größeren Tricks und macht sogar eine kleine Karriere als Baseball-Star. Und er schlägt seinen Kumpel "Turtel", ein ums andere Mal, beim Computerspielen. Kurzum, er wächst als nicht ganz normaler Junge in einer ganz normalen Welt auf und das ist mal komisch, mal traurig, aber immer interessant und spannend gestaltet worden.

In der zweiten Hälfte kommt dann allerdings der Sci-Fi-Film bei "D.A.R.Y.L." durch. Als Daryl nämlich beginnt, Gefühle und Emotionen zu entwickeln, die bei einer Maschine ja eigentlich absolut unmöglich sind, will das Militär das "Forschungsprojekt", mit allen Mitteln, vernichten. Doch das lässt Daryl natürlich nicht zu. Und auch dieser Part ist gelungen, da dass Treiben auch hier immer spannend und interessant bleibt und auch mit einigen netten Sci-Fi-Tricks, im typischen 80er-Jahre-Stil, aufwarten kann.

Womit der Streifen allerdings immer wieder einmal zu kämpfen hat, ist mit seinen Handlungslücken. Leider gibt es immer wieder mal ein paar Stellen, die so wirken, als hätte man hier und da etwas vergessen. Als bestes Beispiel sei da die Szene mit der Forscherin erwähnt, die erst für die Vernichtung von Daryl ist und dann urplötzlich dagegen ist, ohne das man nun direkt weiß, woher dieser Sinneswandel kommt. Das hätte man durchaus vermeiden können!

Darüber hinaus hat man allerdings alles richtig gemacht, um sowohl Kinder als auch Erwachsene durchgehend gut zu unterhalten. Aber vor allem Jungs im Alter zwischen 10 - 14 Jahren, dürften hier dran ihren Spaß haben. Denn was Daryl so alles kann (z. Bsp. Auto fahren oder sogar ein Flugzeug fliegen und wirklich jede Forderung der Erwachsenen mit absoluter Bravour erfüllen), davon dürfte wohl so ziemlich jeder Junge mal träumen. Und alle (werdenden) Eltern dürften in Daryl so etwas wie ein absolutes Traumkind sehen. Kurzum, es ist wohl für so ziemlich jeden etwas dabei. (außer vielleicht für Mädchen);)

Was die Inszenierung des Ganzen angeht, kann man auch sehr zufrieden sein. Die Kulissen sind allesamt recht passend gewählt und auch die Special Effects können, gemessen am Alter des Films, ganz gut gefallen. Dazu passende Musik, die das Geschehen immer ganz optimal zu unterstreichen erscheint.

Großes Lob zudem noch an die Darsteller, vor allem an Barret Oliver! Der Star aus der "unendlichen Geschichte" zeigt auch hier wieder, was es heißt, ein talentierter Kinder-Star zu sein. Aus ihm hätte definitiv ein guter Schauspieler werden können. Die "großen" Darsteller wirken dagegen allesamt etwas blass, aber man kanns ignorieren.

Fazit: Nettes und familienfreundliches Sci-Fi-Spektakel, mit einer gelungenen und fantasievollen SF-Story, einer eleganten Inszenierung und einem hoch talentierten Hauptdarsteller! Auch wenn der Film ab und an irgendwie lückenhaft wirkt und die restlichen Darsteller recht blass wirken, so bleibt es dennoch ein guter und unterhaltender Film, für die ganze Familie!

Wertung: 7,5/10 Punkte

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