Diabolica ist ein etwa 26 minütiger Kurzfilm, der als Bonustrack auf der Fog 2 - Revenge of the Executed DVD enthalten ist und auch zeitgleich an denselben Drehorten, mit denselben Darstellern gefilmt wurde, was das Erscheinungsdatum des Hauptfilms mit 2007 etwas seltsam erscheinen läßt. Offenbar haben sich die Beteiligten da gedacht "Mensch, in Fog 2 bin ich früh gestorben, aber da wir eh noch mit den anderen hier rumhängen müssen, machen wir doch noch einen Extrafilm, Drehbuch brauchen wir ja keins, ich hatte da gestern auf dem Klo so eine Idee und das Equipment leigt ja sowieso auch hier".
Und so schwang sich Danilo Vogt zum Sidekick Regisseur auf, nahm sich Haiko Herden und Andreas Schnaas und bastelte eine krude Story rund um ein vorgebliches Filmset, deren Crew allerdings in Wahrheit der Teufelssekte Anabo.., sorry Diabolica huldigt, von irgendeinem Spanner dabei gefilmt wird, so daß dieser später dem leibhaftigen Beelzebub begegnet. War Fog 2 noch ein einigermaßen erträglicher Amateurschmarrn, so ist Diabolica dafür eher peinlich ausgefallen. Die Laiendarsteller sind unterirdisch, besonders Held Lenny verhaspelt sich ständig beim sprechen. Aber auch der Rest hat seine Texte nur schlecht auswendig gelernt und rasselt diese ohne auch nur einen Anflug von Betonung herunter. Wenn Andreas Schnaas mit seinem Hamburger Dialekt noch das mimische Highlight darstellt, ist dies ein Zeichen, sich ganz tief unten im Bunker zu verkriechen.
Kohle stand eh keine zur Verfügung, so hat man wohl munter vor sich hin improvisiert, das ein Mikro mal ins Bild hängt sorgt da wenigstens mal für unfreiwillige Aufheiterung.
Die Effekte spotten wie im Hauptfilm jedweder Beschreibung und die Synthie Mucke rundet dann das Mißvergnügen vollends ab. Diabolica ist ein gelungener Schuß in den Ofen, andereseits kann man nach ein paar Bier und ein paar Kumpels sich herrlich über diese Gurke amüsieren.
2/10