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Wenn man den deutschen Titel dieser amerikanischen TV-Produktion liest, dann dürften die Alarmglocken laut schrillen und aus der Bat Attack wird vor dem inneren Augen schnell eine Trash Attack. Und es kommt dann auch, wie es kommen muss.

In dem kleinen Nest Scotsville flattern genmanipulierte Fledermäuse durch die Gegend. Immer wieder fallen sie über Menschen her, die irgendwie im Zusammenhang mit den illegalen Machenschaften von Bauunternehmer Carl Hart stehen. Der ist aufgrund seines Geldes der heimliche Chef der Stadt und sorgt so dafür, dass der Sheriff die Ermittungen in dem Fall einstellt, da just das für den Verkauf neuer Häuser so wichtige Apfelblütenfest  vor der Tür steht und schlechte Publicity deshalb gerade ganz ungünstig ist. Also müssen der Veterinär John Winslow und die aus L.A. abkommandierte Polizistin Ally Parks alleine mit der Situation fertig werden...

Wer jetzt echten Tierhorror erwartet, der hat sich getäuscht. Das Ganze ist vielmehr eine Horrorkomödie mit Betonung auf Komödie. Die Charaktere sind allesamt total überzogen (der Hilfssheriff muss mit dem Krankenwagen abtransportiert werden als er Blut sieht; die Laborassistentinnen sind so hohl, dass sie wahrscheinlich nur mit Mühe den eigenen Namen richtig schreiben können) und kloppen ohne Ende dumme Sprüche, die aber nur bedingt lustig sind.
Spannung sucht man aber nicht nur deshalb vergebens, denn auch die Angriffe der Fledermäuse sind nicht wirklich der Bringer, laufen sie doch immer nach dem gleichen Muster ab. Das Opfer steht irgendwo alleine in der Gegend rum, die bescheiden animierten Viehcher kommen angeflogen, umkreisen das schreiende Opfer, Schnitt und nur noch schattige Umrisse des Geschehens sind zu erkennen, Ende. Das reicht dann wirklich nicht aus um hier so etwas wie Spannung zu erzeugen, zumal die humoristischen Einlagen zwischendurch eh jeden Anflug von Atmospähre im Keim ersticken.
Ein Blick auf die Altersfreigabe lässt dann auch vermuten, dass Blut und ähnliches wohl eher weniger zu sehen sein werden. Und Bingo, die Überreste der Opfer sind nur ein einziges Mal im Bild und bei den Angriffen der Tierchen ist auch nirgends roter Saft auszumachen.

Trotz alledem ist dem Theater ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen. Zum einen sind die Figuren so over the top das es schon wieder halbwegs witzig ist (Caorbin Bernsen scheint sichtlich Spass zu haben, an seiner Rolle des miesen Immobilienspekulanten) und zum anderen wird die ganze Geschichte recht liebe- und humorvoll erzählt und nimmt sich selber nicht allzu ernst.

Unter dem Strich bleibt also das was der deutsche Titel vermuten ließ, ein ziemlich belangloser TV-Tierhorrortrash Streifen mit unerwartet hohem Humoranteil. Wer echten Fledermaushorror sehen will, sollte besser zu Nightwing greifen. Wer sich dagegen anspruchslos am Sontagnachmittag berieseln lassen will, kann getrost bei Fangs bleiben. (4/10)

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