Die Idee einen deutschen Thriller in einer im Kongo stationierten Bundeswehreinheit spielen zu lassen, ist erst einmal erfrischend anders. An den Darstellern liegt es auch sicherlich nicht, dass nach 90 Minuten doch nur ein durchschnittliches Filmchen gesichtet worden war. Spannend ist der Beginn. Die bedrohliche Negativ-Seite Afrikas mit Elend und Krieg ist spürbar. Doch mit zunehmender Spielzeit verwandelt sich KONGO zu einem handelsüblichen 0815-Thriller, wie er zig-fach über den Screen flimmerte. Natürlich sind Motive und Handlungen der Personen schnell entziffert, und es bleibt dem Zuschauer nur noch das Abwarten, wie sich alles auflöst oder eben auch nicht. Schade um die guten kritischen Ansätze und Akzente, die im Film gesetzt wurden. Leider ist das Werk in seiner Aussage nicht unbequem genug und verkommt so zur normalen TV-Unterhaltung, die man sich kein zweites Mal antun wird.
Eine gute Idee mutiert zu einem letztendlich zu schlicht geratenen Film, der im TV ein Nischendasein finden wird, mehr allerdings nicht.