Urbane Legenden stehen häufig Pate für nicht so originelle Ergüsse im Horrorfilmbereich und bei diesem Regiedebüt verhält es sich nicht anders, zumal die Sage vom irischen Waisenkind Katie Malone nicht sonderlich populär ist.
Davon abgesehen erinnert die Mischung ein wenig an „Wishmaster“ und Konsorten, - sobald der Spuk losgeht, weiß man bereits wie er enden wird.
Bei einer Online-Auktion ersteigern die drei befreundeten Studenten Jim, Ginger und Dixie eine ominöse Kiste, die einen Geist beinhalten soll.
Zunächst sind sie skeptisch, als zwei kleine Wünsche erfüllt werden, doch als es Personen in ihrem Umfeld an den Kragen geht, wird es für das Trio Zeit zu handeln…
Die drei Freunde werden recht sympathisch, wenn auch ohne Ecken und Kanten eingeführt, obgleich es sich bei Jim und Ginger in gewisser Hinsicht um Klischeefiguren handelt, denn die beiden kennen und schätzen sich seit der Kindheit, sind aber aus unerfindlichen Gründen nie zusammen gekommen. Dixie ist hingegen ein kleiner Poser, doch gleichermaßen ein großer Angsthase, sobald es ans Eingemachte geht.
Das erste Drittel gestaltet sich insofern recht unterhaltsam, als dass man nicht genau weiß, mit welchen Absichten der Geist in Erscheinung treten wird und welche Konsequenzen das Handeln unserer Hauptfiguren haben wird.
Jedoch wäre es der Sache dienlich gewesen, ein wenig auf die obligatorischen Zutaten eines ausgewogenen Horrorstreifens zu setzen, denn die Inszenierung kommt fast komplett ohne Blutvergießen aus und enthält nicht eine freizügige Szene.
Der Geist hat es sich zur Aufgabe gemacht, alles und jeden zu drangsalieren, der die „Familie“ zerstören will, wonach eine Lehrerin, eine Bekannte und ein Nebenbuhler aus dem Verkehr geräumt werden.
Meistens geschieht dies auf dieselbe Art und Weise, indem die Opfer wie von unsichtbarer Hand attackiert oder zu einer Aktion gezwungen, durch die Luft geschleudert oder geschlagen werden, was im Allgemeinen recht unspektakulär abläuft.
So wird nebenher eine Schrift analysiert, ein Geheimfach gefunden, der Mitbieter wird kontaktiert und zwischendurch segnen Personen das Zeitliche, während ab und an der Geist des kleinen Kindermädchens erscheint, gerne auch mal im Spiegel oder auf einsamer Straße.
Sonderlich spooky gestaltet sich das nicht, obwohl weder dem Handwerk, noch den Darstellern oder dem Score etwas anzukreiden ist, - wer Streifen dieser Art kennt, weiß genau, wie sich die Abfolge der Szenen aneinanderreiht, da bleiben Überraschungsmomente komplett außen vor.
Entsprechend vorhersehbar gestaltet sich der temporeiche Showdown, der zumindest um ein effektives Timing bemüht ist. Doch auch hier stellen Innovationen Mangelware dar, da alles so verläuft, wie man es bereits nach der ersten Viertelstunde erahnte.
Im Gesamtbild ergibt sich daher ein okayer Spukstreifen mit sympathischen Komponenten wie den angenehmen Figuren und der passablen Grundidee, doch der Umsetzung mangelt es mitreißenden Momenten und dramatischen Konfrontationen.
Bietet zwar Kurzweil, aber kein erinnerungswürdiges Material, welches einer zweiten Sichtung bedarf.
5,5 von 10