3
Noch so eine erzieherische Jugendprogrammproduktion der Öffentlich-Rechtlichen mit der folgenden Indoktrination: Kinder müssen in bäuerlichen Verhältnissen aufwachsen, von klein auf bei Traktoren mitfahren und bei fast kultischen Lagerfeuern gebackene Folienkartoffeln mampfen, denn sonst wird später aus ihnen nichts. Die trivialen Geschichten aus Uhlenbusch waren wie Vorläufer zu denen vom Süderhof - nur noch um einiges schlechter. Alles war so dörflerisch und primitiv, vom neugierigen Postboten bis hin zur grummeligen dicken Kioskbetreiberin. Bei den jungen Laiendarstellern hätten auch kaum hässlichere Fratzen gecastet werden können, spätere deutsche Kinostars hin oder her. Ich hätte jedenfalls als kleiner Bengel Depressionen bekommen, wenn ich in einem spießigen und rückständigen Kaff wie Uhlenbusch hätte aufwachsen müssen!
6
„Neues aus Uhlenbusch“war eine nette Unterhaltung am Sonntagnachmittag.Onkel Heini war dabei eine absolute Vaterfigur,der den Kindern eine heile Welte schenkte.Er half,wo er nur konnte,denn soziale Probleme brachen das Idyll des ländlichen Uhlenbusch immer wieder auf.Es gab zwar eine Post und einen Tante-Emma-Laden,aber auch in einer so minimalistischen Welt gab es Probleme von Kindern,die geschlagen werden oder ihrem Vater andauernd Bier holen müssen,wobei die Hintergründe stets aufgedeckt wurden.Für Kleinkinder sicherlich zu weltfremd und anspruchsvoll,für die etwas größeren aber durchaus mit Lerneffekt versehen. 6 von 10 Punkten