Mischung aus exotischen Dschungelfim und mehr oder weniger straightem Cop – Actioner, die nicht nur inhaltlich nah beieinander liegen, auch die anfangs grundverschiedenen Locations Stadt/Urwald scheinen am Ende geographisch gleich nebenan zu sein.
Dabei macht man sich durchgängig wenig Sinn um Logik und inhaltliche Anordnung, was ein milderes Sehvergnügen nicht abmindern soll, wenn auch nur für Trashfans.
Die Geschichte ist ebenso simpel wie unfehlbar:
Als der alkoholsüchtige Polizist Johnny [ Yasuaki Kurata ] während einem Drogendeal in angetrunkenen Zustand einen Kollegen erschiesst, wird er aus dem Dienst entlassen und bekommt prompt Besuch von Lo Wang [ Han Ying Chieh ]. Dieser versorgt den Weltmarkt mit Rauschgift aus Südostasien und heuert den Geschassten unverzüglich an; nichts ahnend, dass das Ganze eine Finte ist. Im Drei – Länder – Eck Burma, Laos, Thailand entbrennt in der Folge ein feuriges Gefecht.
Dieses ist nicht wirklich langweilig in Szene gesetzt und kann abseits einiger inszenatorischer Unzulänglichkeiten durchaus als unterhaltsam bezeichnet werden, die mangelnde technische Handhabung und der Verzicht auf eine ausgefeilte Erzählung zugunsten von Action stellen sich trotzdem als Manko dar, ungeahnte Spannungsqualitäten werden auch nicht entwickelt.
Die fehlende Charakterisierung der Personen macht sich sogar beim Hauptdarsteller breit, der seine Suchtabhängigkeit auch von heute auf morgen überwindet und dessen sonstige Lebensgeschichte schnell in einem ganzen Satz von ihm selber zusammengefasst wird.
Die eingeworfene Love Story zwischen ihm und einer unfreiwilligen Angestellten von Lo Wang stellt sich ähnlich dünn dar und wirkt überhaupt nicht; keine Figur ist wirklich aus Fleisch und Blut oder mit Herz und Verstand dabei.
Die bis auf eine kleine Überraschung voraussehbare Linearität macht die grundlegenden Aufhänger mehrerer Situationen komplett nonexistent und verliert sich im blanken Handeln statt motiviertem Geschehen. Thrill-Motive werden verschenkt und gegen unfreiwillig lustige Aktionen ausgetauscht, die dann plötzlich Lo Wang’s Arbeiter beim Fussballspielen in Manila zeigen, wobei bis auf Johnny jeder im hautengen gelben Bruce Lee Gedächtnistrainingsanzug rumkickt. Sowieso war diese Sequenz die Krönung einer Reihe von inhaltlich leeren und höchstens lustigen Szenen; aber es ist immerhin was Neues, wenn ein Elfmeterschiessen über die Option von Verhaftung oder Laufenlassen entscheiden soll. Dafür wird gleich danach wieder eine lange Motorradverfolgung drangehangen, die Straight-on-Dramaturgie ist offensichtlich.
Die blassen und zuweilen gezielt dümmlichen Charaktere werden nur knapp durch die Darsteller aufgewertet und dabei mögliche Akzentuierungen des auch hier vorhandenen Themas Freundschaft und Verrat leider nicht ausgenutzt. So bekommt Johnny zuerst inkognito und nach seiner Aufdeckung offiziell Unterstützung durch den Interpol – Agenten Ma Kang [ Cheung Lik ], mit dem die Zusammenarbeit durch die scheinbar verschiedenen Interessen anfangs nicht wirklich zu gelingen und sich dann auch im vollzogenen Mordauftrag von Johnny an Ma Kang niederzuschlagen scheint.
Kleine Heroic Bloodshed Einflüsse [Kämpfer Rücken an Rücken] – formen sich sowieso meistens nur in den Actionszenen aus, die erfreulich großkalibrig geraten sind und nach etwas Anlaufschwierigkeiten auch in ein erstaunlich langes Finale von bestimmt 20min ausarten. Die Shootouts kann man gemessen an heutigem Standard zwar knicken und die Location atmet mit einer schäbigsten Hafengegend und einer längst zerfallenen Zuckerfabrik auch C – Movie Flair, aber dafür sitzen zumindest die Martial Arts Szenen, welche recht behendig und trotzdem sauber für die Entstehungszeit sind. Das Produktionsvolumen muss man auch loben; abseits von den besser budgetierten Shaw Werken bekam man zu der Zeit nur billigste Wald – und Wiesenklopper angeboten. Hier geht man zumindest eine Stufe höher, was wohl dem Bureau of Narcotic & Drug Prevention zu verdanken ist, dass im Abspann seine Huldigung bekommt.
Dabei wird das angepeilte Ziel einer Sub-Bond-Reihe inklusive John Barry Score noch lange nicht erreicht, aber als Versuch kann man es gelten lassen; letztlich sind die Unzulänglichkeiten derartiger Filme gewohnt und damit erwartet.