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Jaaa, es gibt viele B-Actioner. Und man kann sie kaum alle kennen. Man muss im Falle Achtziger/Neunziger schon differenzieren zwischen Kampfsport- und Balleraction. Für die einen gibt es Van Damme, Gary Daniels, Chuck Norris, Steven Seagal... und für die anderen vieleicht Michael Dudikoff, Frank Zagarino etc.


Aber selbst der Herr Lamas hatte seine lichten Momente. Hatte er sich in den frühen Neunzigern mit Fightfilmen wie "Kickboxer USA" oder dem Running Man-Verschnitt "Final Round" versucht, konnte er sich 1989 mit "Snake Eater" mal als cooler MacGiver präsentieren, und immerhin war es sein erster Hauptrollenfilm.

"Soldier", der Snake-Eater zieht los um den Tod seiner Eltern zu Rächen und seine Schwester zu retten. In einer ansehnlichen Waldkulisse, inklusive Kneipenkloppe und allem drum und dran. Zumindest hier kommt Lorenzo Lamas mal (für B-Verhältnisse) glaubhaft bzw. passend rüber und bietet hier eine Paraderolle, die zumindest irgendwie in Erinnerung bleibt. Den coolen Macker nach Art Willis, Stallone, Van Damme usw. , OK, gab's alles schon. Aber als Underground-Fan sieht man immer wieder gern jemanden, der's doch auf seine Weise meistert. Lamas tut dies hier wirklich gut. Obendrein gibt's auch Lacher und einen gewissen inhaltlichen Erinnerungswert an "Blutgericht in Texas" oder "Muttertag" (was nur Horrorfans bemerken dürften).
Inszenatorisch, soundtechnisch und darstellertechnisch (wobei man kaum jemanden davon kennt) funktioniert das Ganze ziemlich sauber

B-Actionfans sollten auf jeden Fall reinschauen, denn die alten Achtziger-Fetzer machen immer wieder Laune. Und wer mal generell 'nen guten Lamas sehen will: Es gibt kaum Bessere! (Trotzdem Empfehlung an die Fans: Head Hunter, aka Bounty Tracker)
Mainstream-Kuckern sei da natürlich abgeraten. Underground bleibt uns Underground-Fans vorbehalten.

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