Review

Totentanz der Hexen erhält wohlwollende 6 Points von mir - und das auch nur weil "Hexen-Filme" wirklich rar sind und der olle Donald mal wieder mitspielt.

Die Storyline ist schlicht aber geschickt aufgebaut.
Der Regisseur lässt sich sehr viel Zeit mit dem in der Vergangenheit spielenden Intro.

Die Hinrichtungen der drei Hexen werden hier ausgiebig und recht brutal "zelebriert".
Bitte aber keinen Splatter erwarten!
Die Härte zeigt sich mehr im Kopf des Betrachters als auf dem heimischen Bildschirm.

Wer Spezialeffekte erwartet geht natürlich fast leer aus. Reinkopierte Zeichentrickblitzchen aus wütenden Augen, einen platzenden Schädel (ganz, ganz kurz zu sehen), ein schmelzendes Gesicht (sieht richtig ekelig aus!) und ein paar Würmer, die aus Wunden gezogen werden - mehr bekommt der Horrorfan nicht zu sehen.
Gore gibt´s mehr ... und unter der Oberfläche brodelt es bis zum Ende.

Die Hauptdarstellerin (rothaarig, was sonst?) spielt recht ansprechend und wie gesagt, die Story ist zwar simpel aber unterhaltsam.

Die trostlosen Landschaftsaufnahmen im Herbst tragen zur guten Atmosphäre des Streifens bei.

An Gewalt (im Rahmen des 16er-Ratings) wird in den 80 Minuten vieles geboten - an Leerlauf aber einiges auch.

Fazit:
Gerade den Schluss hätte man besser machen können.
Hier wurde eindeutig Potential und Spannung verschenkt.
Und wenn dann die Rache der Hexe wirklich noch zuschlägt, warum muss dies nach ´ner Minute schon vorbei sein und alle drei Widersacher gleichzeitig plätten?
Für einen "Hexen-Abend" bestens geeignet - wie gesagt, keine Splatter-Orgie oder Sadomaso-Show erwarten.
Totentanz der Hexen ist nur ein kleiner Film, der für 80 Minuten ganz gut unterhalten kann.

Übrigens, es gibt keinen offiziellen zweiten Teil ... "GHOSTHOUSE 4" wurde nur mal schnell in Totentanz der Hexen 2 "umbenannt". Die Antwort darauf kennt nur der Geldbeutel des Vertriebes.


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