Nordkorea überfällt die USA. In der Gegend um Seattle nimmt eine Gruppe Jugendlicher um Marine Jed Eckert und dessen Bruder den Widerstandskampf auf.
Rewatch des Remakes von <b>Die rote Flut</b>, damals höchst prominent besetzt, in der Neufassung weniger. Nicht geändert hat sich letztlich die Story, abgesehen davon, dass aus den russischen Invasoren von damals nun die Nordkoreaner zusammen mit den Russen werden.
Der Film ist objektiv gesehen immer noch reaktionärer Mist und strotzt nur so vor Hurra-Patriotismus, ein Fest für die Waffen-Lobby. Fehlt eigentlich nur die Rückkehr zur Kommunistenjagd, aber kann ja noch kommen. Herr T. hat ja noch Zeit.
Natürlich bietet die Story zudem Tür und Tor in Hangartor-Größe für Logiklücken. Wo ist das US-Militär mit den vielen Stützpunkten? Wo ist die. Nationalgarde? Wo sind die vielen Waffenbesitzer? Soldaten okay, aber wie konnten die Invasoren derart viele Panzer und anderes großes Kriegsgerät so weit transportieren? Und wieso haben sämtliche Nachrichtendienste versagt?
An dieser Stelle könnte ich mit 1* aufhören. Totaler Propaganda-Bullshit also.
Schafft man es, sein Hirn im Leerlauf zu lassen und denkt nicht weiter über das wilde Treiben auf dem Bildschirm nach, schaut bestenfalls auf ein paar andere Aspekte, sieht die Chose ganz anders aus.
Erstmal spielt der Cast ganz okay und Chris Hemsworth und Jeffrey Dean Morgan sehe ich immer gern.
Womit der Film aber vor allem punkten kann, ist die Action. Die Story verzichtet konsequent auf nähere Figurenzeichnung, die Brüder sich uneins, fertig. Nach rund 10 Minuten setzt die Action ein, das Tempo wird hochgedreht und lässt kaum noch nach. Und die Action sieht nicht nur fett aus, sie scheint auch handgemacht zu sein. Das rockt schon gewaltig. Nicht vergessen, Hirn aus ist Bedingung.
Da Regisseur Dan Bradley auf größere Ruhephasen verzichtet und sehr schnell klar macht, dass niemand sicher ist, kommt auch des öfteren Spannung ins Spiel. Die Wolverines müssen nämlich auch ganz schön Federn lassen. Das allerdings hätte insgesamt so etwa 3-5 Schippen mehr an Härte gebrauchen können, denn hier wird vergleichsweise sehr zahm und blutleer gestorben, trotz teils wirklich großer verwendeter Kaliber.
Betrachte ich nur diesen Abschnitt, wäre ich irgendwo im Bereich von 8* mit meiner Bewertung.
Da ich offenbar in der Lage bin, mein Hirn recht gut auszuschalten, hatte ich bei der Sichtung eine Menge Spaß an der fetzigen Action. Der Mangel an Logik war zwar abzusehen, hat sich aber erst im Nachhinein offenbart. Es geht also, auch Red Dawn kann unterhalten. Man darf nur nicht zulassen, dass man dabei über das Gesehene nachdenkt.