Im Jahr 1984 war es Patrick Swayze der mit einer Gruppe namenhafter Jungstars in den Kampf gegen eine feindliche Invasion vorgingen. Als Wolverines sorgten sie für herbe Verluste und schafften es den Film zu einem Klassiker zu machen.
26 Jahre später ist es nun der Regiesseur Stuart Beattie der mit " Tomorrow when the war began" noch vor dem eigentlichen Remake diese Thematik wieder aufgreift.
Es ist wieder Zeit für das alljährliche Stadtfest in dem verschlafenen Örtchen in mitten Australiens. Doch da man nicht umbedingt Lust hat dort zu sein beschliessen 7 Twens lieber in die Natur zu fahren.
An dem wunderschönen Ort, der ironischer weise Hölle genannt wird, scheint alles wunderbar zu sein, man hat viel Spass und auch über das fliegen von Kampfjets über ihren Köpfen wundert man sich nur kurz.
Doch als man wieder in die Zivilisation angekommen ist, merkt man schnell das etwas nicht stimmt. Die Häuser sind leer und die Telefonleitungen sind tod. Auf der suche nach den Eltern merkt man das etwas gewaltig schief läuft, denn ihre Eltern wurde alle in Lager zusammen gefercht und die Stadt steht unter der Kontrolle von Invasoren. Nun bleibt den Twens nur eine Wahl und zwar zu kämpfen...
Schnell fallen die Parallelen zu dem von John Millius inszenierten Red Dawn auf. So sind es auch wieder eine Gruppe von Teens bzw. Twens welche sich zu wehr setzen. Auch die Gefangennahme der anderen Mitbewohner und Einfärchung in Lagern ist genauso gehalten.
Ging es jedoch in Red Dawn um die Usa , so ist der Ort des geschehens nun Australien und ging es doch recht stark patriotisch im Film von 84 zur Sach,e ist " Tommorow" in dieser hinsicht auch anders.
Klar an ein junges Publikum gerichtet geht es hier definitv weniger patriotisch zu.
So ist der Soundtrack auf ein junges Publikum zugeschnitten und man fühlt sich als hätte man gerade auf mtv geschaltet.
Die Twens welche hier im Fokus stehen sind zudem in ihrer Darstellung auch so wie man sie auch in Teeniestreifen erwarten würde und würden auch in ihrer Charakterzeichnung in einen Slasher passen.
Da haben wir nähmlich einen Nerd, einen Sportler samt in ihn verliebte, eine von der Mutter verwöhnte Schönheit, eine steng religiöse, einen Kiffer, einen Idioten der natürlich für jede Menge Klamauk sorgt und natürlich das Hero Girl.
Diese ist dann Ellie welche von Caitlin Stasey verkörpert wird.
Ihrer Charakterlichen Entwicklung wird dann auch die meiste Zeit eingeräumt, sie spielt recht solide ihre Charakterliche Entwicklung zur Guerrilakriegerin nimmt man ihr aber nur schwerlich ab.
Genau das selbe Problem haben dann auch die anderen Charaktere leider auch. So ist es dann doch verwunderlich wenn z.B. die religiöse Fanatiker welche zu Beginn gegen jede Gewalt ist, im Verlaufe des Films diverse Leute mithilfe eines Maschinengewehrs über den Haufen schiesst.
Zudem schleichen sich diverse Logikfehler, wie z.B. die Tatsache das man wunden perfekt verarzten kann, ohne grosse Probleme Tankwagen durch Verfolgungsjagden manövrieren kann und das man zielsicher ohne jemals im zuvor eine Schusswaffe betätigt zu haben damit fröhlich rumgeballert wird.
Zudem sind die Invasoren ( von dennen man niemals erfährt woher sie genau kommen) etwas dümmlich und man nimmt ihnen nicht wirklich ab das sie Ausgebildete Soldaten sein sollen.
Aber naja in Actionfilmen sind solche sachen ja an der Tagesordnung.
Das der Film an ein junges Publikum gerichtet ist merkt man dann auch wenn es zum Bodycount kommt, dieser ist dementsprechend recht klein und wer auf viele blutige Einschüsse wartet der wird hier wohl entäuscht werden. Explosionen gibts dann jedoch reichlich und es kracht in optisch sehr ansprechender Weise. Eins zwei verfolgungsjagden wissen auch zu gefallen und sind durch die Wahl der Fahrzeuge ( Müllwagen wird verfolgt von Buggys) durchaus stimmig.
Man merkt das Beattie der mit diesem Film sein Regiedebüt gibt, schon diverse Erfahrungen bei seinen Jobs in diversen Hollywoodproduktionen gesammelt hat.
Fazit:
Ein quasi Remake eines Klassikers, der klar an ein junges Publikum gerichtet ist, der nicht schlecht ist aber auch nicht wirklich vom Hocker reissen kann. Für kurzweil sorgt er aber schon. Da Fortsetzungen bereits angekündigt sind wird sich wohl noch zeigen was in diesem Australischen " Rote Flut" Remake noch so steckt.
6 von 10