Review

"Long Pigs" ist eine Mockumentary im besten "Mann beißt Hund"-Stil.
Zwei Filmmacher drehen eine Dokumentation über den Kannibalen und Gourmet Anthony McAlistar, filmen ihn bei seinen Taten, beim Ausweiden der Leichen und greifen auch selbst in das Geschehen ein. Die Parallelen zum großen Vorbild sind offensichtlich, dennoch hat der Film seinen eigenen Stil.

"Long Pigs" zieht seinen Reiz weniger aus den (guten, wenn auch selten eingesetzen) Splattereffekten, sondern aus seiner kompromisslosen, realitätsnahen Machart. Es ist in diesem Genre nicht selbstverständlich, aber der Film bleibt zum großen Teil sehr glaubhaft und gerade deshalb bleibt beim Zuschauen ein ungutes Gefühl, bspw. wenn der Vater eines Opfers im Laufe der Dokumentation interviewt wird ohne zu wissen was die Macher derselben eigentlich im Schilde führen.
Der Kannibale selbst bleibt dabei nicht nur auf seine Taten beschränkt, so wird er auch in seinem Alltag gefilmt, wo er  als "normaler“ Mensch auftritt, was das zuvor Geschehene noch makaberer erscheinen lässt.

Besonders erwähnenswert ist das hervorragende Schauspiel der Hauptdarstellers Anthony Alviano der seine Figur zu jeder Zeit glaubhaft verkörpert.

Fazit: intelligenter und spannender Horror, nicht nur für Mockumentary-Fans.

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