Review

Edward G. Robinson spielt hier den Captain of Detectives Barnaby des Los Angels Police Departments.
Seine Rolle oder vielmehr sein Charakter ist der eines "kleinen Cäsars" mit goldener Polizeimarke.

Obwohl er in einem fiktiven Fernsehinterview angibt ein Teamplayer zu sein, ist er ein "unverheirateter Beamter der nur seinen Job hat" die Meinung seiner Kollegen sich gerne anhört und es dabei belässt.

Im Vergleich zu anderen Cop Filmen, wo der Zuschauer den Captain nur zu Gesicht bekommt, wenn er den oder die Hauptprotagonisten brüllend in sein Büro zitiert oder von den Ermittlungen wegen persönlicher Befangenheit abziehen will (BSP. Red Heat oder Lethal Weapon-Reihe) ist Robinson ein tausendsassa.

Er ist bein jedem Verhör dabei, kümmert sich persönlich um die Unterschrift von Haftbefehlen, sucht Personal für Veranstaltungen aus und stutzt jeden aufstrebenden Beamten, der ihm seine Arbeit ein Stückchen leichter machen und Verantwortung übernehmen will auf die Hälfte seiner Körpergröße zu Recht.

Angenehm fällt auf, dass er versucht Entlassungen von Gefangenen zu verhindern, wenn es seinem Fall dienlich oder nützlich erscheint. Er sich als Captain  in seinem Amt um "persönliche" Gefallen gegenüber einem Richter bemühen muss und sich auch bei der Aufklärung des Polizistenmordes persönlich engagiert.

Mehrere, vergebliche Tricks um entlassene Zeugen z.B. wegen Busengrabscherei wieder in den Knast zu bringen wirken erst amüsant bis später nervig. Es verstört den Zuschauer mehr, weil es zu willkürlich erscheint und keinen höheren Zweck dienlich ist, da es sich um einen Zeugen, der nur verhindern will, dass sein Ehebruch publik wird handelt und nicht um einen Frauenmörder oder ähnlichem Bodensatz der Gesellschaft. Dem Zeugen namentlich aus dem Bericht weg zu lassen, aber die wichtige Aussage zu bekommen (BSp. James Woods in The COP) hätte hier mehr gebracht.

Der Film fängt spannend und atmosphärisch mit einem Autodiebstahl an, der schließlich mit einer Schießerei und einem toten Polizisten endet. Hier haben wir einem Teil des Hauptplots mit dem die skrupellose Gangsterbande (mit einem jungen Lee van Cleef) vorgestellt werden.

Szenenübergang zur Justice Hall. Danach wird Barnaby in seinem Büro regelrecht mit allem "überfallen" ist er doch der einzige Cop der alles kann und weiß, wie es sich zeigen wird.

Der Tipp, der zu den Mördern des Kollegen führt, sowie zur Bande und ihrem später im Film gezeigten großem Coup, wird von einem Informanten gegeben. Erwähnt wird es von mir, weil es für den "einsitzenden" Kleinganoven gar keinen Sinn macht, die INfo preiszugeben - ein Logiklücke quasi.

Um mich kurz zu fassen: Verrät der Kleinganove die Bande, bekommt er Knast. Lässt er es bekommt er die gleiche, harte Strafe ohne Erleichterung.

Barnaby scheint einfach eine unwiderstehliche Aura eines Alpha-Männchens aufzubauen, dass man auch gerne in den Knast geht, ohne dass einem der Bulle einen Gefallen tut,  gegen wichtige, karrierefördernde INfos versteht sich.

Fazit:

Zusammenfassend hat man sich hier um Authenzität bemüht, mit einem Chief der seinen Laden und die City im Griff hat, ein toller Start, gekonnt und mit einem Hauch Realistik inszeniert.
Dann verliert sich der Plot mehr schlecht als Recht in Tricksereien der Polizei und verspielt hier Charme und Potential. Die "gesichtslosen" Nebendarsteller, die nicht so Recht aufspielen wollen, einen Hauptteil der sich sehr zieht und in Details verliert, aber eine schöne Schießerei zum Schluss und die Jungfrau wird auch gerettet.
Von Barnaby persönlich - versteht sich.

3/10 Punkten für die schönen, unwiderbringlichen Aufnahmen des Santa Monica Boulevards aus den 50iger Jahren.

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