Ein Killer mit einer Nagelpistole klingt eigentlich ganz gut und hätte viel mehr Potential gehabt, doch dieses Potential wurde leider total verschenkt. Nail Gun Massacre ist zwar "nur" eine Amateurproduktion, und somit von vornherein mit anderen Maßstäben zu messen, doch fehlt mir trotzdem jedes Verständniss für eine derartige Umsetzung.
Aber mal von vorne. Nachdem Linda von einer Gruppe Bauarbeiter vergewaltigt wurde rächt sich ein maskierter Killer (Power Ranger für Arme) mit einer Nagelpistole an den Deliquenten. Hierbei haut er nach jedem Mord einen dummen Spruch raus. Die Story ansich ist also schonmal ziemlich mau. Doch könnte alles noch ganz ansehnlich werden, hätten wir da nicht diverse Amateurdarsteller die allenfalls das Niveau von Teilnehmern in einer Gerichtsshow haben. Hier bewegen sich zahlreiche Tote zum Beispiel nach ihrem Ableben noch. Die Macher hinter der Kamera machen ihre Sache aber nicht viel besser. Leichen liegen von Einstellung zu Einstellung in unterschiedlichen Positionen. Dazu kommen dann noch ein paar besondere "Highlights". Eine total bescheuerte Verfolgungsjagd und vor allem das Ende ist so grottig und banal, einfach unbeschreiblich. Dem ganzen die Krone setzt dann noch die deutsche Synchronisation auf. Die Sprecher wirken lustlos und können rein gar nichts.
Gelegentlich findet man ja unter den Amateurproduktionen eine Perle, diesmal leider nicht.
1/10 Punkte