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Nick Taylor (Lorenzo Lamas) war Kickbox Weltmeister im Halbschwergewicht, bis er vom brutalen Jake (Jeff Langton) geschlagen wurde. Nick will sich dafür rächen und sieht mit Hilfe des jungen Kampftalents Danny Davis (Michael Worth) eine Chance dazu. Nick beginnt Danny zu trainieren, denn er will mit ihm zum großen Kickboxturnier nach Las Vegas fahren. Dort angekommen schlägt Danny seine ersten Gegner, doch Nick erschwert die ganze Situation. Betrunken trennt er sich von seiner Freundin Maggie (Kathleen Kinmont) und inszeniert einen illegalen Kampf zwischen sich und Jake. Nick unterliegt Jake erneut und stirbt an seinen Verletzungen. Für Danny ist nun die Stunde der Rache gekommen, denn im Finale trifft er auf den schier unbesiegbaren Jake.

Joseph Merhi hat als Regisseur zwar ein besseres Händchen als sein Kollege Richard Pepin, doch mit "Final Impact" bekleckert er sich nicht unbedingt mit Ruhm. Von PM Entertainment ist man doch Besseres gewöhnt, auch wenn Choreograph Eric Lee gute Arbeit leistet.
Leider aber nicht Stephen Smoke beim Drehbuch. Schon der total verhunzte "Living to Die" ging auf seine Konto und sein Regiedebut "Street Crimes" war auch unterdurchschnittlich, genauso seine Drehbücher.
Gerade Lorenzo Lamas ist hier dermaßen unterfordert. Er verkörpert den rüpelhaften Drunkenbolt Nick zwar ordentlich, doch kampftechnisch hat er viel mehr auf dem Kasten, als er hier zeigen darf. Fiesling Jeff Langton hat zwar eine hässliche Fratze, doch kämpfen kann er deswegen noch lange nicht. Michael Worth ist da wesentlich besser, doch als Darsteller ist und bleibt er eine Wurst. Kathleen Kinmont ist stets knapp bekleidet und Art Camacho hat einen Miniauftritt als Kämpfer im Turnier, nebst Gary Daniels.
"Final Impact" ist ein reiner Kampfsportfilm, an Action gibt es also nur Fights zu sehen, aber in zu geringer Anzahl. Am Anfang nur ein paar kurze Nahkämpfe und danach folgt schon das recht zähe Training. Natürlich widerspricht Danny seinem großen Meister, doch die Beiden werden dicke Kumpel. Die zweite Filmhälfte spielt sich dann in Las Vegas ab, die Kämpfe häufen sich, doch hier hat Smoke den nächsten Bock eingebaut. Als Lückenfüller zwischen den Fights nervt nun die Lovestory zwischen Nick und Maggie, welche dann in die Brüche geht und für fallende Augenlieder beim Zuschauer sorgt. Der Tod von Nick sorgt dann für eine kleine Überraschung, dies bleibt aber die Einzige.
Immerhin machen dann die Kämpfe was her. Eric Lee ist kein Jeff Pruit, aber durch die gute Kameraarbeit von Richard Pepin gibt es da einige Höhepunkte zu bestaunen. Gerade der Streetfight zwischen Nick und Jake ist erstaunlich hart geworden. So auch der Finalkampf, der aber ein peinliches Ende besitzt.

Ausser den gut choreographierten Kämpfen ist "Final Impact" völlig belanglos und bleibt daher unterdurchschnittlich. Wer Lamas in Action erleben will, sollte zu "Viper, Bounty Tracker, Manhunt" oder "Snake Eater" greifen.

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