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Der Terrorist Victor Mahler (Alex Cord) will sich einen wertvollen Mikrochip unter den Nagel reißen. Dieser befindet sich in einer Leiche, welchen die Rebellin Alexa (Kathleen Kinmont) mit einer kleinen Truppe besorgen soll. Doch das Unternehmen geht schief und Alexa wird verhaftet. Aber der CIA-Agent Mark Graver (Lorenzo Lamas) bietet ihr einen Deal an. Entweder sie wandert lebenslänglich in den Bau, oder arbeitet für die CIA. Alexa soll den Mikrochip von Mahler klauen, welcher ihn inzwischen in seinen Händen hält. Ihr gelingt es Mahler den Chip zu entwenden, aber der entführt darauf ihre kleine Tochter. Mit Graver und dem Polizisten Nick Murphy (O.J. Simpson) gilt es nun Diese zu retten.

Wer PM Entertainment schaut, muss sich darüber im Klaren sein, dass im Großteil dieser Actionfilme, die Story nur minimal ist. Dies tritt auch hier ein. Die Sache mit dem Chip, mit dem man angeblich alle Waffensysteme der Welt ausser Gefecht setzen kann, ist schon weit hergeholt, da hat sich "The Defender" Autor John Weidner nicht sonderlich ins Zeug gelegt.
Auch die CIA bekommt es dicke ab, denn ich bin mir nicht sicher warum man ein großes Regierungsgebäude als Kläranlage tarnen sollte und warum Alexa den Prosche von Graver bekommt, wenn er doch auf ihn selbst zugelassen ist. Grobe Schnitzer sind natürlich an Bord, aber dieser B-Actionfilm hat auch einige gute Seiten.
Nehme man nur mal die zahlreichen Actionszenen, von Kameramann Richard Pepin sehr gut in Szene gesetzt. Ab und an nervt ein wenig der blaue Filter. Doch ansonsten kann man sich über einige blutige Shootouts, harte Nahkämpfe und kleine Verfolgungsjagden freuen. Die Martial Arts Einlagen sind gut choreographiert, wirken nur bei Kathleen Kinmont etwas träge, da sie kaum Kampfkenntnisse hat. Aber im Finale darf auch der gute Lorenzo zweimal ran und der mittige Kampf im Garten von Mahler, kann sich auch sehen lassen. Mit Explosionen, den üblichen Autostunts und sonstigen Crashs, hält sich PM diesmal ein wenig zurück. Es werden nur wenige Autos geschrottet und es geht für PM-Verhältnisse wenig zu Bruch. Aber die Action hat es trotzdem in sich und ist recht gut im Film verteilt.
Ich kann mich nur nicht so ganz mit Kathleen Kinmont anfreunden. Sie agiert hier zwar solide, gibt sich sichtlich Mühe, aber gerade für die Actionsequenzen ist sie zu hölzern, im Sequel kommt dies noch viel stärker zu Geltung, hier kann Regisseur Joseph Merhi dies noch gut vertuschen. Lorenzo Lamas macht einen guten Job, ist aber nur am Anfang und im Finale in Aktion zu erleben. Sein Klischeecharakter Mark Graver darf sich natürlich in Alexa verknallen. Der ehemalige Football-Spieler O.J.Simpson mimt den Cop Nick Murphy, der der CIA erst auf die Finger tritt, aber Graver und Alexa im Finale doch unterstützt. Hühne Michael Bailey Smith darf sich einen netten Fight mit Lamas gönnen.
Über die Kulisse haben sich Merhi und Pepin wohl kaum Gedanken gemacht, denn es gibt keinerlei Schauwerte. Der Score von Louis Febre geht in Ordnung.

Trotz schwacher Story und einigen groben Schnitzern ist "Codename: Alexa" ein überdurchschnittlicher B-Actioner.Dafür sorgen die ordentlichen Darsteller, ein recht hohes Tempo und die harte Action. Das zwei Jahre später entstandene Sequel ist wesentlich schwächer.

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