Review

„C.I.A. Codename: Alexa“ ist ein relativ unterhaltsames, aber storyschwaches PM-Actionvehikel.
Eine Horde von Terroristen besetzt ein Regierungsgebäude, nimmt Geiseln und klaut einen Mikrochip. Lange können sie den Erfolg und die Hilflosigkeit der Polizei nicht genießen, denn CIA-Agent Mark Graver (Lorenzo Lamas) betritt die Szenerie und pustet die Krawallmacher ins Jenseits. Der Anfang bietet eine kurze, aber gelungene und PM-typische Actionszene.
Da der Mikrochip unauffindbar bleibt, ist das FBI ratlos. Doch Victor Mahler (Alex Cord), der Auftraggeber der Terroristen, weiß, dass der Chip sich in der Leiche eines Terroristen befindet und entsendet ein Team unter der Leitung von Alexa (Kathleen Kinmont), um die Leiche zu holen. Das geht jedoch auch nicht ohne Gefecht mit der Polizei vonstatten, da sie den Körper bei der Beerdigung klauen und die Leiche schließlich mitsamt des Chips zurücklassen müssen. Wieder überzeugt der Film mit einer flotten, unterhaltsamen Actionsequenz, nach der allerdings eine Durststrecke angesagt ist.

Alexa wird allerdings auf ihrer Flucht vor der Polizei von den Cops geschnappt. Graver holt sie jedoch schnell in CIA-Gewahrsam, was dem Cop Nick Murphy (O.J. Simpson), der für die Verhaftung verantwortlich war, gar nicht schmeckt. Graver will Alexa allerdings auf die Seite der Behörden ziehen, da Mahler immer noch hinter dem Chip her ist, der gefährliche Information enthält...
Die Story von „C.I.A. Codename Alexa“ ist in erster Linie eine Folie für die Actionszenen, weshalb die Spannung nur auf einem durchschnittlichen Niveau bleibt. So kann der Film auch seine Löcher zwischen den Actionszenen nicht immer überdecken, auch wenn die bunte Inszenierung für ein B-Movie wirklich gut ist. Die Wendungen der Story sind eher unspektakulär und teilweise hapert es auch an der Logik (z.B. die Szene in der Mitte als Alexa alleine Mahlers Grundstück überfällt), auch wenn diese Schwachpunkte bei diesem B-Movie nicht so schwer ins Gewicht fallen.

Die Action hingegen stellt zufrieden, auch wenn in der Mitte des Films eine Durststrecke herrscht und es zuwenig davon gibt. Von einem Martial Arts Kampf in der Mitte mal abgesehen bietet der Film an sich nur Shoot-Outs sowie ein paar kleine Explosionen und gelegentliche Stunts. Die Action ist dennoch recht gelungen inszeniert und optisch gut anzusehen sowie halbwegs spektakulär. Actionfans dürfen jedenfalls zufrieden sein, doch allerdings nur mit der ungekürzten Fassung. Vor allem im deutschen TV ist so gut wie gar nichts mehr von der Action übrig.
Lorenzo Lamas spielt den Helden auf solidem Niveau und überzeugt auf ganzer Linie. O.J. Simpson stellt sich ganz passabel an und auch Kathleen Kinmont macht ihre Sache gut. Die Nebendarsteller spielen auch auf ganz nettem B-Niveau, wobei in erster Linie die Fieslinge überzeugen.

Alles in allem ist „C.I.A. Codename: Alexa“ ein gerade noch überdurchschnittliches PM-Vehikel, dass trotz guter Inszenierung mehr Action vertragen könnte.

Details
Ähnliche Filme