Ich denke, man muss schon ein Faible haben für Japan-Splatterfilme, um mit dem Film klarzukommen.
Die positiven Kritiken zum Film haben mich dazu gebracht, mir die uncut-Version zu kaufen. Aus Neugier.
An dem Film ist alles Over-the-Top.
Die extrem blutigen Szenen, wo der rote Saft Hektoliter-weise in der Gegend rum spritzt (Klar, aus einem einzelnen Kopf kommen gefühlte 40 Liter Blut), das krasse Overacting, die Action in Anime/Manga-Stil, die teilweise ewig lang dauert und so weiter.
Einige wenige Szenen waren so bekloppt, dass man wirklich etwas schmunzeln konnte.
Leider kommt dies alles sehr amateurhaft rüber. Viele der eingesetzten Computereffekte wirken nur dilletantisch und sahen in vielen absoluten Low-Budget Filmen besser aus. Die handgemachten Effekte sind recht gut, wirken aber gerade aufgrund der überdrehten Art nicht wirklich hart.
Aber das Ganze ist ja so gewollt.
Leider geht dem Film aber jegliche Ernsthaftigkeit ab. Eine Story ist praktisch nicht vorhanden. Und die Darsteller sind weder sympathisch, noch interessiert es einen, was mit Ihnen passiert.
Hätte man den Film als Kurzfilm rausgebracht, sagen wir mit 30 Minuten Länge, so wäre er vielleicht als Partyspass gut durchgegangen.
Aber so ist er mit seinen absolut ermüdenden 116 Minuten schon eine Tortur.
Ich habe den Film in einer gemütlichen Runde mit 2 weiteren Kollegen geschaut. Hätte ich ihn alleine geschaut, hätte ich ihm nach 35 Minuten den Saft abgedreht.
Hier hiess die Parole aber durchhalten, wobei 2/3 der Runde den Film für unterirdisch hielten (mich eingeschlossen) und der 3. im Bunde dieses Faible für etwas strange japanische Filme hat und er ihm recht gut gefielt (aber auch etwas zu lang).
Der gewöhnlich Horror(Splatter)-Film-Kucker schüttelt wohl eher mit dem Kopf. (Ist, denke ich, auch nicht das Clientel). Horror im üblichen Sinne ist es ja auch nicht.
Mit 15 Jahren fanden wir Filme mit solch einem Splattergehalt und mit dieser Art noch toll. Hauptsache blutig und überdreht. Egal wie schlecht und billig, hauptsache viel Blut und eklig. Aber heute mit Mitte 30 geht das irgendwie nicht mehr.
Für Leute, die auf diese Art von Filmen stehen, ist es aber wohl das Mekka.
Ich für meinen Teil werde solche Filme in Zukunft meiden.
Habe selbst noch Filme wie Robot Geisha, Meatball Machine etc. (leider vorschnell gekauft) ungesehen hier stehen, werde diese jetzt aber genauso verschenken oder verkaufen.
Mehr Lebenszeit will ich dafür nicht opfern. Und ich ärgere mich über die vergeudeten 116 Minuten für diesen Film. (Der anschließend gesehene Trash/Barbaren-Film Deathstalker sah danach aus wie die hohe Filmkunst).
Sorry, ich persönlich kann für Helldriver nur 1,5 Punkte von 10 geben, naja sagen wir 2 (da noch einige hübsche Japanerinnen dabei waren)
Mehr war er mir nicht wert.