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Als der Historikerin Julie das magische Schwert von Alexander dem Großen gestohlen wird, schaltet sich der Polizist Andrew in die Ermittlungen ein. Seit einiger Zeit quälen ihn bizarre Träume, die von eigenartigen Schwertkämpfen beherrscht werden. Doch nun gerät er in ein tödliches Labyrinth der Rache. Andrew ahnt nicht, dass er die Reinkarnation von Alexander dem Großen ist. Und dass er auf einen Feind trifft, der seit 2300 Jahren die große Abrechnung vorbereitet hat.

Also Swordsman ist ein Film der sich mit Schmackes zwischen alle nur möglichen Stühle gesetzt hat. Die Story pendelt zwischen Action, Fantasy, Kampfsport und Romanze hin und her, ohne sich letztlich zu entscheiden, wo die Reise hingehen soll. So richtig kann nämlich keiner der Splitter überzeugen. Der Erzählstil ist zudem reichlich mühsam gestaltet, zielgerichtetes Storytelling ist jedenfalls was anderes, bis sich die einzelnen Stücke einigermaßen verbinden, werden viele Zuschauer mit einem Fragezeichen über dem Kopf leben müssen.
Gimmick der Woche ist hier das Schwert Alexanders des Großen, das zu Beginn gleich mal von ein paar dunklen Schergen gemopst wird. Allerdings ist eine Historikerin Zeugin des Überfalls, die fortan unter Polizeischutz gestellt wird (ist das nicht ein schöner Zufall das dabei Alexander Expertin mit dessen Reinkarnation zusammentreffen), dummerweise wird aber Hero Cop alle Nase lang von Visionen heimgesucht und muß sich anschließend erstmal ne Runde auf dem Boden winden wie ein Regenwurm auf der Herdplatte, irgendwie jetzt nicht gerade der Bodyguard den man sich als potenzieller Todeskandidat wünschen würde. Selbstverfreilich läßt sich das Drehbuch die Chance nicht entgehen, daraus eine halbseidene Love Story zu machen.
Eigentlich kann man jedoch das ganze Vorgeplänkel schnell wieder vergessen, denn eigentlich geht ja um illegale Schwertkampfturniere auf Leben und Tod, denen Andyboy mithilfe von Kommisar Zufall auf die Schliche kommt. Wer jetzt allerdings auf furioses Swordsplay hofft, liegt wieder falsch. Die wenigen Kämpfe sehen zwar ganz ordentlich aus, die Beteiligten wissen ungefähr was man mit einem Schwert anstellt, allerdings gibt es zuwenige davon und sonderlich hart sind sie auch nicht. Durch die schnellen Schnitte gewinnen sie zwar an Rasanz, aber an die asiatischen Vorbilder kommen sie nicht annähernd heran.
Der Highlander Verschnitt kann zwar einigermaßen unterhalten, ist aber als Gesamtkonstrukt zu unausgegoren, um wirklich gut zu sein. Die Darsteller sind jetzt auch nicht gerade oscarverdächtig, so daß nur ein knapp unter Schnitt anzusiedelnder Streifen rauskommt. Wenn schon Swordmen, dann sollten sie doch besser aus Japan oder Hong Kong kommen.
4/10

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