The Iceman Cometh
Ein Wächter (Yuen Biao) seiner königlichen Obrigkeit jagt einen brutalen und seelenlosen Mörder. Im entscheidenden Kampf, auf einem Berg, kommt es zu einem ungewöhnlichen Szenario. Ein buddhistisches Rad entfaltet seine magische Kraft, woraufhin unsere beiden sich hassenden Gegner 300 Jahre in die Zukunft, genauer gesagt ins Jahr 1989, nach Hongkong, geschickt werden. Ihr Kampf nimmt also erst mal eine zweitrangige Position ein, denn nun haben beide erst einmal genug damit zu tun, sich in unserer heutigen, modernen, Welt zurechtzufinden. Während Yuen Biao ein Callgirl (Maggie Cheung) kennen und später auch lieben lernt und er dann sogar als ihr persönlicher Bodyguard arbeitet, ist diese neue moderne Welt wie geschaffen für den Bösen und Hässlichen Yuen Wah, um seinem krankhaften Trieb nachzugehen.
Vorerst wird seine Ergreifung noch warten müssen, da sich zwischen Yuen Biaos und Maggie Cheungs Charakteren tatsächlich eine Beziehungskiste abzeichnet. Da sich die Wege der beiden Kontrahenten, dann doch irgendwann kreuzen, soll es auch zum endgültigen Kampf auf Leben und Tod kommen. Anschließend steht noch die Rückreise in die eigene Zeit an, was heißt das Maggie Cheung alleine zurückbleibt! Oder doch nicht......!?!?!?
Hongkong-Old School ist angesagt, denn genau der wird hier geboten! Die Story ist auch mal eher zweitrangig, denn wenn Yuen Biao und Yuen Wah aufeinander treffen, werden eh nicht sooo viele Worte gewechselt, da man vielmehr daran interessiert ist, seinem Gegenüber das Face zu polieren. Das dies dann auch der Fall ist kann ich nur bestätigen und unsere zwei männlichen Hauptdarsteller konnten mal wieder zeigen was sie so im Bereich Martial Arts + Knochenbrechender Kamikazestunts auf Lager haben. Sehr positiv zu bewerten ist dabei, dass sich das Niveau der Action im Verlauf des Filmes, mehr und mehr verbessert, nur um dann im Showdown zum absoluten Augenschmaus zu werden. Zwischendurch gibt es natürlich noch diese leichtlockere Beziehung zwischen Yuen Biao und Maggie Cheung, welche im mittleren Teil des Filmes ein bisschen die Oberhand gewinnt. Ganz im Gegensatz zu Yuen Wahs Charakter, der ganz im Sinne eines Bad Guys, gar nicht an Romantik usw. interessiert ist, sondern sich nimmt was er will! Lustig sind natürlich die Gags, denn die üblichen Klischees, von diesen Zeitreisegeschichten werden ganz gezielt ausgenutzt, weshalb Yuen Biao dann auch mal aus einem Klo trinken tut! Hähä. Also alles in allem ein perfekter Partyfilm, der vom Moment lebt, weshalb es auch Spaß macht ihn immer mal wieder anzuschauen.
Ja, Ja die guten alten Zeiten. Naiv, witzig und teilweise derbe Härte und all diese Kriterien vereint in einer HK-Produktion! Da muss man nichts weiter dazu sagen.