Review

Der mir bis dahin voellig unbekannte Film lockte mit seinem nach Aktion aussehenden Cover und den Vergleichen von angeblich thematisch gleichgesinnten Produkten aus der Imaginationsbranche.

Als vorwiegend tuerkische Produktion angegeben, schreckte mich dieser Umstand jedoch eher wieder ab.
Angesehen habe ich ihn mir dann doch und dies war kein Fehler sondern sogar das Gegenteil.

Der Eindruck nach den ersten Filmminuten lies mit einer ordentlich gemachten Aktionsequenz und der Vorstellung der beiden Polizeiprotagonisten allerdings auf eine erweiterte Fassung von Alarm fuer Cobra 11 schliessen.

Der Ersteindruck bestaetigte sich aber zum Glueck nicht, denn bis auf eine weitere, ziemlich unnoetige und unglaubwuerdige zweite Aktionsequenz, blieb der Film unangetastet von ballistischer Gewalt. Und das war auch gut so.
Was dann folgte war eine Reise ins Herz der Toleranz und Guete, in die Duldung von Mentalitaetsunterschieden, in das Vergleichen von Weltbildern und in die Ruecksichtnahme auf Traditionen anderer Kulturen.

Besonders die Wandlung der beiden knallharten Polizeibeamten, die anfaenglich diskriminierend und gewaltbereit ihre Ansichten mit der Schusswaffe in der Hand verbreiten, wird ausdruecklich gut dargestellt.

Eindringlich ist auch die Szene in der Gefaengniszelle, in der Hatchi, der Guetige den neben ihm sitzenden radikalen Fundamentalisten zurechtweist und ihm mit Argumenten aus dem Koran die Friedfertigkeit des Islam beibringt.

Fazit:
Als Aktionfilm ist das Machwerk eine lahme und langatmige Inszenierung. Als politischer Film der tiefe Einblicke in menschliche Seelen gewaehrt und die daraus oftmals reslutierenden Konflikte reflektiert, ist der Film ein kleines Meisterwerk, welches hoffentlich noch seine entsprechende Wuerdigung findet.
Bei mir hat es das getan. 9 Punkte

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