Review
von Ruegs
Der Film war scheinbar in der Türkei sehr erfolgreich und war vier Wochen lang auf dem ersten Platz der Kinocharts.
Kurz nach einem Terroranschlag in Istanbul stürmen türkische Polizisten ein Gebäude wo sich mehrere radikale Islamisten verschanzt hätten. Die beiden türkischen Anti-Terror-Agenten Acar und Fırat werden kurze Zeit später nach New York geschickt da dort der angeblich radikal religiöse Führer Deccal, mit richtigem Namen Hacı Gümüş, verhaftet wurde und sollen ihn in die Türkei überführen. Auf dem Weg zum Flughafen wird der Gefangenentransporter überfallen und Deccal gelingt die Flucht. Entgegen den amerikanischen Anweisungen recherchieren Acar und Fırat weiter und finden schliesslich das Versteck von Hacı Gümüş. Dieser ist aber entgegen den Erwartungen sehr friedlich und gastfreundlich und lebt mit seiner Familie ein unauffälliges Leben. Bei den beiden Agenten kommen einige Zweifel auf ob es sich bei Hacı Gümüş tatsächlich um den gesuchten Terroristen Deccal handelt. Trotzdem überführen sie Hacı Gümüş danach in die Türkei, doch auch dort kann ihm nichts nachgewiesen werden und als dann ein neues Terrorvideo auftaucht ist allen klar, dass sie den falschen Mann festgenommen haben. Nach der Freilassung reist Hacı gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Agenten in seine Heimat Bitlis, wo er seit 37 Jahren nicht mehr gewesen ist. Doch dort kommt es zu einem blutigen Ende einer alten Familienfehde.
Ich finde den Film solide und sowohl technisch, wie auch darstellerisch gut umgesetzt. Die Story ist spannend, ideenreich und bietet einige unerwartete Wendung. Leider fehlt hier jedoch etwas die Raffinesse und es will nicht alles so ganz zusammenpassen. Besonders die Geschichte mit der Familienfehde wird etwas plump abgehandelt. Der Film bringt auch folgenden Fakt gut rüber: „Nicht alle Moslems sind Terroristen!" und dies finde ich in der aktuellen Islam-Paranoia eine sehr wichtige Tatsache.
Note: 6 / 10