Review
von Leimbacher-Mario
28 Days Earlier
Durch den Biss eines Versuchsaffen geht am College ein Virus um, der einige Campuskollegen zu wilden, zerfallenden Bestien werden lässt... "Primal Rage" hat mich positiv überrascht. Allerdings flogen meine Erwartungen auch eher unterirdisch vorher. Was klingt wie Italo-DTV-Ramschware, "28 Days Later" meets "Porkys", ist im Endeffekt auch genau das - doch er scheint dies zu wissen und macht seine Sache solide. Etwas Leidenschaft und Können schimmern durch. Selbst wenn er weder echter Trash noch wirklich spannend ist.
Die Effekte und Goremomente sind gelungen, wenn auch überschaubar, man hat schon unsympathischere Hauptdarsteller gesehen und der Soundtrack steckt tiefer im Hintern seines Jahrzehnts als Schulterpolster und Neonfarben zusammen. Für einen leicht trashigen, bierseligen Abend reicht das dicke. Oder wenn man die berühmteren Titel schon alle mitsingen kann. Das hier weckt jetzt nicht sofort das Tier im B-Movie-Fan, doch unter eingeschlafenen Füßen oder zufallenden Augen wird man sicher nicht leiden. Schnell geguckt, schnell verdaut, schnell vergessen. Bis auf den Rasensprenkler. Der bleibt.
Fazit: käsig, kurzweilig, unverkennbar italienisch (obwohl amerikanisch gesprochen wird) - "Primal Rage" tut keinem weh und ist ein ordentliches Euro-C-Filmchen für das Autokino oder den Abend mit der Angebeteten. Ob Date, Bett oder Bahnhofskino - dieser Virus wirkt überall gleich. Ansteckend und unterhaltsam. Erwartungen niedrig halten und positiv überraschen lassen.