Review

Inhalt:

Hongkong 1973..., Bruce Lee..., der König des KungFu, der größte Kampfkünstler aller Zeiten, der größte Star des Easternfilms, ist tot.
Sein Tod lähmt eine ganze Stadt..., alle sind aufgewühlt und erschüttert.
Das Herz Bruce Lee´s, es hat für immer aufgehört zu schlagen..., für alle Menschen in Hongkong eine unfassbare Nachricht.

Sein Schüler..., Tan Lung (Bruce Li aka Ho Tsung-Dao), ist untröstlich, war doch Bruce Lee auch sein bester Freund. Tan Lung kehrt aus Singapur nach Hongkong zurück, zu seinem Kumpel George Wang (An Ping) und seiner Freundin, der hübschen Sao Li (Kong Sam-Yi)..., er kann die Umstände des Todes Bruce Lee´s, so wie sie offiziell verlautbart werden, nicht glauben.
Er will die Wahrheit ermitteln..., wie und warum starb Bruce Lee wirklich..., von diesen Fragen beseelt, setzt Tan Lung bei seiner Recherche bei den Gerüchten an, die seit Tagen in der Stadt hinsichtlich Bruce Lee´s Ableben kursieren.

Bruce Lee, eigentlich mit seiner Frau Linda verheiratet, soll demnach im Haus seiner Geliebten, der Filmschauspielerin Betty Chen (Chao Hsiao-Chun), gestorben sein.
Betty sollte Bruce im Auftrag einer Gangsterbande als Drogen-Kurier gewinnen. Und sie verfügt dahingehend über ein Tonband, dass für die Gang äußerst gefährlich ist, da es die ganze Bande auffliegen lassen würde.
Und an diesen Gerüchten ist mehr als nur was dran...!

Tan Lung kommt nunmehr dieser Bande auf die Spur und in die Quere.
Für die Bande arbeitet der Filmschauspieler Lung Fei (Lung Fei), sowie Sam (Shan Mao) und Tien Kung (Chin Kang)..., skrupellose und brutale Schergen ihres Bosses, King Hu (Chang Yi)...!
Es kommt zu etlichen Kämpfen..., und Tan Lung beherrscht ein hervorragendes KungFu.
Betty Chen..., und später auch Sao Li werden von den Gangstern entführt..., als Tan Lung an das Tonband kommt.

An einer Felsküste kommt es zum entscheidenden Show-Down zwischen Tan Lung und King Hu..., ein brutales, dramatisches Duell um Leben oder Tod.....!


Fazit:

Oje..., da hatte ich mir mehr versprochen. Lee Tso-Nam, mein Lieblingsregisseur unter den unabhängigen Spielleitern der Eastern-Branche..., dazu Bruce Li -das beste aller Bruce Lee-Doubles-, sowie Lung Fei, Chang Yi, Chin Kang und Shan Mao..., das hört sich doch gut an. Und hätte eigentlich ein klasse KungFu-Actioner werden müssen.
Hätte.

Leider ist dieser Streifen von seiner Storyline her, die so einfach wie teils wirr zusammengezimmert, hinkonstruiert und zusammengewerkelt wirkt, nicht gerade sehr stark. Und die KungFu-Action ist zwar rasant-dynamisch, doch auch nicht unbedingt hochklassig, wenn man die Namen so nimmt, die da einiges mehr versprochen haben.
Bruce Lee ist tot..., und einer seiner Schüler und Freunde, will dem auf den Grund gehen. Basierend auf den in der Tat damals bestehenden Gerüchten, Bruce Lee hätte was mit der Filmdarstellerin Betty Ting Pei gehabt, und sei im Visier von Gangstern gewesen, baut Lee Tso-Nam denn seine Geschichte auf.
Ein interessanter Ansatz zwar, doch wird diese Geschichte unausgegoren in Szene gesetzt..., ist teils sprunghaft, unglaubwürdig und zusammengewerkelt wirkend.
Dazu die Figuren, die zum Teil jedenfalls irrational handeln, die Gangster wirken fast comicartig verzerrt stilisiert.

Und  zum Ende hin -kann aber auch an der mir vorliegenden deutschen Fassung von "Bavaria Video" liegen, die erheblich cut ist- läuft sich das so ratzfatz zum Show-Down an der Felsküste zurecht..., fast inkohärent.
Heijeh..., und das bei DEM Cast, DEM Regisseur..., und auch die deutsche Synchro bietet mit Thomas Danneberg (Stimme für Bruce Lee), Heinz Petruo (Stimme für Lung Fei) und Gerd Duwner, doch einiges namhafte auf.
Dafür ist das Ergebnis hier, schon ziemlich mager.

Bruce Li (aka Ho Tsung-Dao)..., der hier den Schüler Bruce Lee´s und Ermittler mimt, ist bemüht, sich durch dieses Script zu wühlen und kämpfen.
Immerhin fightet er wieder sehr gut, ist ein ausgewiesener Kampfkünstler.
Lung Fei spielt sich selbst, wieder an der Seite von seinem Spezi Shan Mao, der aber nur kurz und unmotiviert hier im Einsatz ist. Chin Kang kann auch nicht gerade brillieren.
Chang Yi..., eingentlich eine Villain- und Genre-Ikone...., wirkt comicartig verzerrt, dafür steif im Spiel, mit Stock, Altherren-Schal und -Hut. Im Stock eine lange Klinge..., soll wohl ein Gimmick ala Bond sein..., na ja.

Die Damen...., Kong Sam-Yi erleidet einen Nerven-Schock, und Chao Hsiao-Chun wirkt fast hysterisch in ihrer verzweifelten Lage, tut sie doch alles, weil sie in Bruce Lee so verliebt war.
Noch so eine comicartige Verzerrung..., immerhin sind die beiden Darstellerinnen ganz hübsch.
An Ping als Kumpel von Bruce Li..., in einer wenig gehaltvollen Rolle..., seine Figur verliert sich.
Drumrum einige wirr-durchgedrehte Figuren..., ein irrer TV-Reporter, obercoole Bodyguards die doch nur Kanonenfutter sind, und der feiste Cheng Fu-Hung einmal mehr als tumber, bewegungsschwacher Hüne, der sich einen eher lächerlichen "Kampf" mit dem Hauptdarsteller Bruce Li liefert.
Film-Fehler sind auch noch drin und all zu offensichtlich..., da laufen Maschinen und Bänder auf einer total unbemannten Baustelle..., aha.

Die Kämpfe sind immerhin weitestgehend rasant und dynamisch, einige Moves sind schon gekonnt, hauen ein bisschen was raus in diesem durchschnittlichen Fließband-Eastern von der Stange.
Bruce Li zeigt einen überzeugenden Kampfstil... auch wenn die Choreos von Lung Fei und Shan Mao wie in einer Kaffee-Pause entwickelt wirken.
Der Show-Down an der Felsenküste soll durch die stets tosende Brandung in durchaus pittoresker Kulisse dramatisch aufgepeppt werden...., aber dieses Duell endet im Ringen um diesen Gehstock mit eingebauter Klinge denn eher fast unbeholfen.

Ich war froh, als es vorbei war.
Oje, oje, oje...., nein, da hatte man sich von den Namen her doch weit mehr versprochen.
"Abschied von der Todeskralle" ("Bruce Lee - The Star of all Stars")..., ein kostengünstiger Eastern von der Stange..., und somit eben auch billig und zusammengewerkelt abgekurbelt.
Die Darsteller trifft keine Schuld..., aber der Regisseur kann es weitaus besser..., und das verwundert den Eastern-Fan denn doch ziemlich.
Noch wohlwollende -da die mir vorliegende Fassung stark cut ist-, sehr durchschnittliche und nach oben gerundete 5/10 Punkte sind meinerseits zu vergeben. Der nächste Eastern bitte....

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