Kevin James ist durch seinen Dauerbrenner "King of Queens" immer noch in aller Munde und tägliches Repertoire in den Nachmittags-Comedyserien im deutschen Fernsehen. Leider schafft es James selten, den gleichen Charme und die gleiche Sympathie zu schaffen, wenn er mal nicht den liebenswerten Doug Heffernan spielt, welcher er in der Serie ist. So waren seine Ausflüge in Kinoblockbuster niemals so witzig wie seine Paraderolle.
Nun haben wir mit "Der Zoowärter" den nächsten Versuch vorliegen, die Kinosäle zu füllen. Griffin (Kevin James) hat einen Job, welchen er sehr gerne macht: er ist Zoowärter. Von den Tieren geliebt und respektiert, bringt er die gleiche Zuneigung den Tieren entgegen. Leider hat er im richtigen Leben nicht so viel Freude wie in seinem Job. So wird er kaum nachdem er seiner Freundin einen Antrag macht, sitzen gelassen. So arbeitetet er traurig weiter bis seine Ex wieder vor ihm steht, ihm ist klar, dass er sie wieder haben will. Doch wie soll er ihr zeigen, dass er sich verändert hat? Als Alles hoffnungslos erscheint, erhält er jedoch Hilfe, die er so wohl nicht erwartet hat, nämlich von seinen Freunden, den Tieren.
Natürlich ist der neue Film, in dem James die Hauptrolle übernimmt, eine Komödie, worauf sich der ehemalige Stand-Up-Comedian eingeschossen hat. Wie schon in den vorherigen Filmen mit ihm ist diese dann auch ganz und gar auf Familientauglichkeit zugeschnitten und bietet dementsprechend sehr sanfte Familiencomedy. Diese schwankt zwischen einer Menge Slapstick und jeder Menge Klamauk, welcher recht durchwachsen daherkommt, teilweise wirklich strohdumm, teilweise doch recht amüsant. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Tatsache, dass die Tiere sprechen können. Im Original von so illustren Namen wie Sylvester Stallone oder Adam Sandler gesprochen, hat man hier z. B. Mario Barth für die Synchro gewonnen. Die Dialoge mit den Tieren sind wenig subtil und klar auf ein junges Publikum zugeschnitten und für ältere Mitmenschen wird meiner Meinung nach etwas zu wenig geboten - man die Gespräche doch etwas abändern können.
Neben James und den Synchronstimmen der Tiere hat man noch ein paar bekannte Gesichter gewinnen können. So sind Darsteller wie Donnie Wahlberg, Rosaria Dawson, Ken Jeong oder Leslie Bibb mit von der Partie und gehen unterstützend für James in ihren Rollen auf. Deutsche Filmfreunde können sich über einen ziemlich dummen Cameo von Thomas Gottschalk freuen, den man auch nicht unbedingt im Film gebraucht hätte.
Fazit:
Da ich sowieso schon als Kind Filme mit sprechenden Tieren mochte, kann ich nicht abstreiten, dass ich einiges an Sympathie für den Streifen hab. Zwar blieben bei mir die großen Lacher aus, aber schmunzeln konnte ich schon das ein oder andere Mal. Einfach wieder einmal ein Film für die Familie ohne hohen Anspruch. Knapp über dem Durchschnitt und einer der besseren Kevin James Filme.