Review

Trollhunter
Ein tollwütiger Riesen Troll, treibt sein Unwesen in den norwegischen Bergen …

Wie oft ist ein schon der Spruch: „Du Troll, kannst du nicht aufpassen …!“ über die Lippen gerutscht, ohne sich weiter mit der gestallt eines „Trolls“ auseinanderzusetzen. Was man bestenfalls noch aus den Kindergeschichten weiß, das „Trolle“ die Gegenstücke von Elfen sind und das, dass Ganze irgendwas mit der nordischen Mythologie Zuordnung zu tun hat. So war mein Wissen über „Trolle“ auch nicht viel mehr als dies, was daran liegen mag, das ich bevorzugt Filme schaue, die eher in südlichen Regionen spielen und es wäre ja auch verwunderlich, wenn auf einer Insel am Palmenstrand plötzlich „Trolle“ auftauchen würden. Nun ja, „André Ovredals“ Film spielt dann doch eher im authentischen Norwegen, wo es kalt, nass und depressiv zugeht. Das Thema ganz klar: „Trolle“!

Hat es bisher so noch nicht gegeben und kann man sich so vorstellen wie eine Mischung aus „Blair Witch Project“ und „Märchenverfilmung“. Also wenn man sich Wissen über „Trolle“ aneignen will, dürfte dieser Film wohl als geeignet anzusehen sein. Das Budget dürfte hier ziemlich niedrig gehalten sein und trotzdem schafft es dieser fast schon „alberne“ Murks, eine Faszination und Zusehspaß aufzubauen.

Die Story:
Drei Studenten wollen für ihre Uni Arbeit eine Dokumentation über den Bärenwilderer „Hans“ drehen. Dieser weigert sich erst, doch mit journalistischer Hartnäckigkeit, gelingt es, das „Hans“ einwilligt und die Drei ihn begleiten dürfen. Jetzt dauert es nicht lange und die Drei bemerken sehr schnell, dass es hier nicht um Bären geht, sondern um Trolle und das „Hans“ ein „Trollhunter“ ist, der von der Regierung beauftragt wurde, die ungewöhnlich hohe Population der Trolle zu untersuchen. So geht es auf die jagt, bis sie schließlich den an Tollwut erkrankten super Troll in eisiger Landschaft finden und zur Strecke bringen.

Ja so simple ist die Story. Es reicht also aus, einen Waldschrat ähnlichen Trolljäger, der ne Mischung aus Quatermain und Stadtstreicher hat, drei Studenten mit ner Kameraausrüstung, ein paar animierte Trolle und ne schöne Landschaft, um einen billigen Film zu drehen, der trotz der Banalität seine Reize hat. Dieses ist „André Ovredal“ hier echt gelungen.

Der Film macht Spaß, baut hin und wieder einen Spannungsbogen auf, wirkt ziemlich authentisch und schafft es eine eisige mythologische Atmosphäre aufzubauen. Unterhalten wird man hier in Form am Interesse der Story um die Trolle, die detaillierte Hintergrundinfos der Troll Legenden vermittelt.

Fazit:
Sehenswerter Film, der nicht nur für Tierhorror Fans interessant sein könnte. Wer „Blair Witch“ toll fand, wird mit den Trollen sich hier auch anfreunden können. Ich fand den Streifen unterhaltsam und sehenswert und für diese Art von Produktion gibt es gerechte 6/10

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