Udo Samel spielt einen homosexuellen Polizisten, der einen überaus ungewöhnlichen Fall zu lösen hat: In einem Bordell verlieren mehrere Männer ihren Penis unter mysteriösen Umständen. Als sich ihm die Ursache der Penisverluste erschließt, beginnt schließlich die Jagd auf den ungewöhnlichen Täter: Ein Killerkondom.
"Kondom des Grauens" ist - und dies sollte jedem allein schon aufgrund des Titels klar sein- nichts als blanker Trash und wird sowohl in Deutschland, als auch in den USA als solcher gehandelt. Und als solcher funktioniert die, als einer der größten Flops der deutschen Filmgeschichte gehandelte Komödie im Grunde auch ziemlich gut und unterhält größtenteils auf solidem Niveau.
Allein die Idee um die Killerkondome, die es vorwiegend auf männliche Genitalien abgesehen haben, birgt schon das Potential für den einen oder anderen Lacher und die kommen durchaus, allein schon wegen der vollkommen übertriebenen und lächerlichen Hatz auf das Killerkondom und dessen miserable, trashige Animation, zustande. Hinzu kommen die mitunter ebenfalls recht lustigen Monologe des Protagonisten Inspektor Mackeroni und die Anflüge von Parodien auf Genrefilme oder konkrete Vorbilder, die ebenfalls gelegentlich ein wenig amüsieren.
Dabei nimmt sich der Film -was bleibt ihm angesichts seiner abenteuerlichen Story und der unauffälligen Inszenierung auch anderes übrig?- selbst auf die Schippe und kontrastiert dies hervorragend mit der dem todernst agierenden, hervorragend aufspielenden Udo Samel, der mit dieser trockenen, humorlosen Art wie ein Fremdkörper im trashigen Geschehen wirkt und so ebenfalls Lacher auf seinem Konto verbucht, wobei unter den restlichen Darstellern auch der eine oder andere Totalausfall durchaus vorhanden ist.
Für eine auf überdurchschnittlichem Niveau unterhaltsame Komödie reicht es im Endeffekt aber leider auch nicht, dafür werden nämlich zu viele Fehler gemacht. So erschöpft sich das immergleiche Konzept zum Ende hin und besonders die Auflösung der Herkunft der Killerkondome kommt selbst für einen Trashfilm zu schwach konstruiert daher und so wird hier sicherlich das Potential verschenkt, einen Genrebeitrag zu leisten, der aus der Masse an hundsmiserablen Filmen wirklich positiv hervorgestochen hätte.
Fazit:
"Kondom des Grauens" ist mit seiner überzogenen Story und seiner an den Haaren herbeigezogenen Grundidee reinster Trash, unterhält aber über weite Strecken zumindest den, der mit dem Genre für gewöhnlich ein bisschen was anfangen kann, solide.
52%