Matt Damon spielt einen jungen Kongressabgeordneten, der möglicherweise eine viel versprechende Karriere in Aussicht hat. Er lernt zufällig eine Ballerina, gespielt von Emily Blunt, kennen, in die er sich verliebt. Dann muss er jedoch feststellen, dass höhere Mächte einen anderen Plan für ihn vorgesehen haben und dass er die Frau eigentlich nie wieder sehen sollte. Für seine Liebe muss er sich diesen Mächten widersetzen und den Plan über den Haufen werfen.
"Der Plan" ist ein Film mit guten Ideen und Ansätzen, was letztlich nicht verwundert, weil er auf einer Kurzgeschichte von keinem Geringeren als Philip K. Dick basiert, wie schon “Blade Runner“ oder “Minority Report“. Interessant ist die Grundidee um die höheren Mächte, die einen Plan für den Protagonisten vorgesehen haben, den sie aus dem Hintergrund umsetzen, wofür sie immer wieder in sein Leben eingreifen. Wie bei anderen Filmen dieser Art, etwa "Matrix", gibt es auch hier den Moment, in dem der Kongressabgeordnete erkennen muss, dass es etwas in, hinter bzw. außerhalb der Welt gibt, die er gut zu kennen glaubte und auch hier ist die Basisinnovation interessant und hätte durchaus den Nährboden für einen gelungenen Film geboten. Die Mächte greifen in die Geschicke der Menschheit ein, seit sich diese ohne ein Eingreifen durch einen atomaren Holocaust selbst vernichtet hätte.
Allerdings wird der Ideenreichtum nicht gerade geschickt ausgespielt. So gibt es immer wieder kleinere logische Fehler, Zufälle und Ungereimtheiten, die man durchaus hätte vermeiden können. So scheinen die Männer, die den Plan auszuführen versuchen, über zahlreiche übernatürliche Fähigkeiten zu verfügen, sind aber nicht dazu in der Lage, dem Protagonisten im richtigen Moment seinen Kaffeebecher über die Kleidung zu schütten. Auch die Idee mit den Hüten als Eintrittskarten in die Parallelwelt und der Einfall rund um die Portale ziehen den Film immer mal wieder ein wenig ins Lächerliche.
Dennoch ist "Der Plan" ein unterhaltsamer Film geworden, der nicht nur gängige Schemata variiert, sondern auch mal ein bisschen was Neues zu bieten hat. Es ist eine außergewöhnliche Mischung aus Romanze und Sci-fi geworden, die aber immer mal wieder ausgebremst wird, weil das Geschehen gelegentlich etwas zu grotesk anmutet. Besser wäre es darüber hinaus definitiv gewesen, hätte man die Entscheidung des Protagonisten für einen erfolgreichen Lebensweg oder aber für die Liebe seines Lebens in den Mittelpunkt gerückt und am Ende nicht auf eine nicht allzu spannende Verfolgungsjagd zurückgegriffen. Solide inszeniert und erzählt ist das Ganze dabei durchaus, so kann man George Nolfi, der für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich war, lediglich den Vorwurf machen, dass mit einer etwas ausgeklügelteren Story wohl mehr drin gewesen wäre als dieser sympathische, unterhaltsame aber letztlich nicht überdurchschnittliche Film.
Matt Damon zeigt dabei eine gewohnt routinierte Vorstellung in einer Rolle, die definitiv gut zu ihm passt. Auch Emily Blunt kann man nichts vorwerfen, genauso wenig wie dem restlichen Cast.
Fazit:
"Der Plan" basiert auf ein paar guten Einfällen, die jedoch etwas unausgewogen und unausgegoren zu einer Story gestrickt wurden. Ansonsten gut umgesetzt, unterhält er durchaus gelungen, hätte aber auch deutlich besser werden können.
61%