David Norris (Matt Damon) ist ein aufstrebender Abgeordneter aus dem Staat New York und möchte in den Senat gewählt werden. Doch sein erster Versuch scheitert, als ein für ihn peinliches Bild aus seiner Studienzeit auftaucht, obwohl er lange als der sichere Sieger aussah. Immerhin lernt er am Abend seiner Niederlage die unkonventionelle Tänzerin Elise (Emily Blunt) kennen, die ihn nachhaltig beeindruckt. Doch dann erstmals diese seriösen Herren auf, die den "Plan" umsetzen sollen und jede Störung von ihm fernhalten sollen. Und dass David eben Elise kennen lernt, war so gar nicht vorgesehen. Im Lauf der Jahre verlieren sie sich immer wieder aus den Augen, können sich aber nicht vergessen, trotz beruflicher Erfolge. Aber was werden die Anzugträger sagen?
George Nolfis Debüt basiert auf einer Story von Philip K. Dick, dem Meister der literarischen Science-Fiction mit ordentlichem Paranoia-Potenzial. Ich bin in "Der Plan" eher zufällig gelandet. Ich hatte zwar den Trailer gesehen, aber so richtig hatte der mich nicht neugierig gemacht - nun gut, ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen.
"Der Plan" ist zwar durchaus halbwegs unterhaltsam, nicht peinlich oder unfreiwillig komisch und die beiden Hauptdarsteller Matt Damon und Emily Blunt sind sympathisch bzw. entwickeln zumindest soviel Chemie auf der Leinwand, so dass sie relativ glaubwürdig als (verhinderte) Lover sind. Auch die Nebendarsteller sind (v.a. Terence Stamp) durch die Bank glaubwürdig - und dennoch: die Geschichte ist größtenteils arg vorhersehbar und formelhaft und das moralinsaure Ende komplett schmerzhaft. Die Botschaft des Films wird mit dem Holzhammer aus dem Off verkündet, so dass der letzte Zuschauer das auch mitbekommt. Dadurch wird der Film auch eher zu einer konventionellen Romanze mit leichten Fantasy-Aspekten und trotz aller bemühten Paranoia und Geheimnistuerei (oh my God, eine Geheimorganisation, die all unsere Lebenswege kontrolliert!! Und sie tragen alle Hüte!) ist er so geheimnisvoll wie ein Besuch im Teletubby-Land oder eine Großaufnahme im Gonzo-Porno. Und dies torpediert sämtliche, eventuell aufkommende Verschwörungsstimmungen.
Kein totaler Flop irgendwie, aber ich hatte ihn schon 20 Minuten nach dem Kinobesuch vergessen und musste mich für die paar Zeilen hier ganz schön anstrengen. Vielleicht sollte ich mir jetzt lieber mal einen Gonzoporno mit Lanny Barby angucken, da gibt's wenigstens keine uninteressanten Verschwörungen.