Nach den letzten eher ruhigen Filmen war mir nach etwas mit mehr Krachbumm, das trotzdem paarkompatibel ist. Irgendwie hat mich dann in meinem riesengroßen "noch nicht gesehen"-Fundus "Der Plan" angelacht, basierend auf einer Short Story von Philipp K. Dick. Naja, ganz aufgegangen ist mein Plan nicht. Matt Damon spielt die Hauptrolle, ein junger, aufstrebender, extrem sympathischer Jungpolitiker, der, und da sind wir bei Dick, festestellen muss, dass die Welt nicht so ist, wie er dachte. Es gibt einen "Plan", dem wir alle folgen (zumindest im Großen und Ganzen). Auf die Einhaltung achten die grauen Herren aus Momo (und deren Hüte sind echt wichtig!). Gott würfelt nicht, aber der Vorstandschef schreibt seine Pläne ganz gerne mal um, so dass aus einem Paar zwei Fremde werden. Als sie sich zufällig treffen, verlieben sie sich trotzdem, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Zum Glück kommt der Film ohne die verkrampfte, unheilsschwangere Scheinbedeutsamkeit eines Matrix daher (und hat statt dem Kanu immerhin Matt Damon), sondern mehr mit der Verspieltheit eines Total Recall (der auch auf einer Dick-Story basiert), so dass man rund zwei Stunden gut unterhalten wird. Ich hätte mir ein wenig mehr Action und Krachbumm gewünscht, aber gut, das war wohl nicht Teil des Plans. Der Film macht auch nicht den Fehler, am Schluss den Architekten, also den großen Planer, also den GANZ oben, auftreten zu lassen. Ach ja, Emily Blunt gibt eine ganz gute Vorstellung in der weiblichen Hauptrolle, aber da sie erst im letzten Akt eingeweiht wird, bleibt ihre Rolle ein wenig marginal. War nur merkwürdig, sie als Tänzerin in New York zu sehen, wo sie doch gestern erst Königin Victoria war. kurz gesagt ein ganz guter, aber sicher nicht überragender Film, nettes Kino für zwischendurch. Total Recall bleibt die beste Dick-Adaption, Good Will Hunting der beste Damon-Film und ISt das Leben nicht schön? sowieso der beste Film mit einem Eingriff von oben.