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Science Fiction und die Zahl 51, - da klingelt´s natürlich sofort und tatsächlich thematisiert vorliegender Streifen ein Szenario in der Area 51, dem militärischen Sperrgebiet in Nevada.
Der von Syfy vertriebene Low-Budget-Horror kann zwischenzeitlich sogar mit ordentlichen Effekten aufwarten, doch die eindimensionale Handlung und die mangelnde Tiefe bei der Hauptthematik führen dann doch zu einem eher trashigen Erlebnis.

Neuerdings gibt die US-Regierung dem Druck des öffentlichen und medialen Interesses an Area 51 nach und lässt zwei Journalisten mit Kamerafrau und Fotografen auf das Gelände. Unter der Führung von Col. Martin (Bruce Boxleitner) sollte alles eine durchorganisierte Show werden, doch zu diesem Zeitpunkt ist das erste Alien bereits ausgebrochen…

Hier muss man nicht lange warten, bis die ersten Regiefehler von Jason Connery ins Auge stechen, denn eine Soldatin mit Pony und Lippenstift dürfte wohl einen schweren Stand beim Vorgesetzten haben und auch die Idee, ausgerechnet eine hartnäckige Journalistin in kleinere Geheimnisse einzuweihen, ist ein Plan, der nur nach hinten losgehen kann.
Der überwiegende Teil der Figuren ist demnach ein oberflächlicher Klischeehaufen, wie zwei fälschlich gefeierte Helden, welche sich im Zuge der Verteidigung natürlich als wahre Draufgänger entpuppen. Hinzu kommen einige Randfiguren wie nerdige Wissenschaftler und einige Soldaten, der Fotograf auf der Suche nach dem Jahrhundertfoto und letztlich auch der Außerirdische Jayrod, der ein wenig wie ein in die Jahre gekommener E.T. aussieht und die Forscher als hilfreiche Weggefährten einstuft.

Die Extraterrestrischen lassen sich erstaunlicherweise in verschiedene Gattungen unterteilen: Da gibt es Patient Zero, der morphen kann und somit bei Berührung automatisch das Aussehen jenes Opfers annehmen kann, was ihm den Etappenlauf mit verschiedenen Identitäten durch die gesicherten Räume deutlich erleichtert.
Hinzu kommen Lady Death, ein krötengesichtiges Tentakelvieh von ca. vier Metern Höhe und der erwähnte Jayrod, allenfalls 1,50 Meter groß.
Positiv ist der fast vollständige Verzicht auf Computereffekte und der Einsatz von altmodischen Latexkostümen, was innerhalb der Action deutlich für sich spricht.

Jene besteht zwar hauptsächlich aus sinnlosen Ballereien in den sterilen Räumen und Gängen, doch am Ende kommt es zu kleineren Explosionen und einigen blutigen Effekten, denn Lady Death langt einige Male mit ihren Tentakeln zu, die sich meistens durch den Brustkorb bohren. An anderer Stelle wird ein Bein abgerissen, eine Spritze in den Kopf verpasst und Körper werden zerfetzt. Das ist in der Menge nichts, um Splatterfreunde zufrieden zu stellen, aber auch diese Effekte können sich durchaus sehen lassen.

Etwas schade ist hingegen die verpasste Chance, der Figur Jayrod mehr Screentime zu überlassen, denn er steht ein wenig als Bindeglied zwischen Mensch und den Außerirdischen und steuert in Ansätzen einige vage Hintergründe bei, während die beiden anderen Bedrohungen nicht direkt mit den Anwesenden kommunizieren.

Am Ende kommt das latent flotte Erzähltempo dem Streifen zwar zugute, es kaschiert jedoch nicht, dass die Handlung, trotz parallel ablaufender Handlungsstränge ein simples Katz und Maus Spiel wiedergibt, welches selbst zum Showdown keinerlei Überraschungen parat hält und zu wenige spannende Momente beinhaltet.
Das darstellerische TV-Niveau gleicht sich dem der okayen Ausstattung an, so dass letztlich am ehesten jene Zielgruppe bedient wird, die mit den durchschnittlichen Fließbandprodukten von Syfy kurzweilig aber oberflächlich unterhalten werden wollen.
Knapp
5 von 10

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