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Der Film ist weniger albern als zunächst befürchtet. Der depressive Walter wird von Mel Gibson gut gespielt und seine Selbstkampf-Performance erinnert beinahe an die legendäre Szene in "Fight Club". Jodie Foster, hier auch als Regisseurin tätig, hat sich eines ernsten Themas angenommen und schafft es dieses mit sanfter Ironie auf die Leinwand zu bringen. Kein großes Kino, aber ein kleiner durchaus anschauenswürdiger Film.
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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 22.01.2012 Der vorhersehbare Handlungsstrang um den Sohn versaut es leider etwas, denn ansonsten ist "Der Biber" eine höchst erfrischende Charakterstudie, die mit der Peinlichkeit des Titels kaum etwas zu tun hat. Denn Foster fällt nicht auf der Versuchung rein, die Psyche der Hauptfigur mit Flashbacks oder ellenlangen Erklärungen zu zerbröseln, sondern stellt die Situation so erschreckend absurd dar, wie sie eben nun mal ist und überlässt die psychologischen Überlegungen ganz und gar dem Zuschauer. Mel Gibson trägt mit einer wieder mal intensiven Leistung schwer dazu bei, dass das gewagte Experiment durchaus funktioniert. Wäre man im Subplot ebenso konsequent fern geblieben von den typischen Hollywood-Dramamustern, wäre Foster hier ein echt großer Wurf gelungen. *weitere Informationen: siehe Profil
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Es riecht nach Oscar...ja, wenn der Oscar ein ernstzunehmender Filmpreis wäre. Wirklich gute Performance von Mel Gibson, die Rolle hätte man glaube ich nicht besser besetzen können. Das schwierige Thema wird im Film sehr eingängig und unterhaltsam verarbeitet, ohne die notwendige Ernsthaftigkeit völlig auszuklammern. Das ist denke ich auch die beste Herangehensweise. Humorvoll, nachdenklich und mit viel Gefühl.